Einigung: Streikaufruf bei Brussels Airlines zurückgezogen

Sozialkonflikt

Piloten und Direktion von Brussels Airlines einigten sich auf eine Senkung des Arbeitsdrucks. | Foto: Photo News

Die Gewerkschaften und das Management der Fluggesellschaft Brussels Airlines haben sich auf eine Arbeitsentlastung für die Piloten geeinigt. Um die weiteren Verhandlungen über Lohnerhöhungen nicht zu erschweren, verzichten die Gewerkschaften auf weitere Streiks bis Ende November. Der noch aktive Streikaufruf wurde zurückgezogen.

Seit Monaten äußern die Piloten von Brussels Airlines ihre Unzufriedenheit. Mitte Mai legten sie sogar während zwei Tagen die Arbeit nieder: Mehr als 500 Flüge mussten gestrichen werden. Vorschläge der Geschäftsführung wurden von den Piloten zweimal abgelehnt.

Nach Gewerkschaftsangaben hat die Direktion jetzt Zugeständnisse gemacht. Sie ist einem der wichtigsten Anliegen der Piloten – die schwierige Balance zwischen Arbeit und Privatleben – entgegengekommen. „Es handelt sich um mehr als zwanzig Maßnahmen, zu denen sich das Management verpflichtet hat. Konkret bedeutet dies zusätzliche Ruhetage und weniger schwere Flugrhythmen. Die Maßnahmen werden ab 2019 sichtbar und schrittweise erweitert“, erläutert ein Sprecher der liberalen Gewerkschaft.

Zu den anderen Aspekten – temporäre Besatzungen, die in den arbeitsreichen Sommermonaten mehr und in den Wintermonaten weniger arbeiten, und höhere Gehälter – wurde noch keine Einigung erzielt. Dies soll bis zum 30. November geregelt werden. „Wir haben uns verpflichtet, bis dahin nicht zu streiken“, so der Gewerkschafter.

Brussels Airlines begrüßt die erzielte Einigung und ist zuversichtlich, dass rasch die letzten Details geklärt werden können.