[Video] Folge 2: Musik als Lebenselixier für schwere Dinge

Zwischen Tür und Angel

Alwine Deege begleitet Menschen in allen Lebenslagen, bei schweren Krankheiten oder bis in den Tod. | Foto: Paperplane Productions

In der zweiten Folge der neuen Staffel unserer Webserie „Zwischen Tür und Angel“ sind wir zu Gast bei Alwine Deege aus Kelmis, die sich mit den ganz schweren Dingen des Lebens befasst. Krankheit, Trauer, Tod. Ihr Lebenselixier: die Musik. Mit ihrer Gitarre unterm Arm leitet sie Chöre und organisiert Singreisen in die Bretagne oder in die Eifel.

Alwine Deeges großes Thema nach über zehn Jahren Hospiz-Arbeit: „End-lich leben. Leb‘ endlich, denn das Leben hat irgendwann ein Ende. Da habe ich die Menschen mit ihrer eigenen Endlichkeit in Berührung gebracht. Heute sind meine Seminare sehr oft eine Verbindung von Singen und Hospizarbeit.“ So hat sie in Ostbelgien den Chor der Fährfrauen gegründet: Die zwölf Frauen haben seit 2009 zahlreiche Abschiedsfeiern und Begräbnisse musikalisch begleitet. Wir gehen mit Alwine Deege zu einer Probe mit den Fährfrauen in der Hergenrather Kirche. Sie singt, strahlt und schwärmt: „Trauer sammelt sich an. Und wenn wir nicht weinen, sind wir nicht lebendig. Da kann man auch nicht so glücklich sein, glaube ich.“ Sagt sie und lächelt.

Die nächste Folge „Zwischen Tür und Angel“ erscheint am 2. November.
Folge 1 verpasst? Hier ansehen.