Meakusma wird 2019 Anpassungen vornehmen

Festival

Die Friedenskirche wurde wie die anderen Standorte außerhalb des Alten Schlachthofs als Schauplatz angenommen. Selbst in den Gängen nahmen die Besucher Platz, um das Gebotene zu erleben. | Foto: Caroline Lessire

Das dritte Meakusma-Festival ist seit einigen Tagen Geschichte. Der Nachhall in der überregionalen Presse war für das Festival, aber auch für die Region durchweg positiv. Doch: Nach dem Festival ist vor dem Festival. Die vierte Auflage 2019 wirft bereits ihre Schatten voraus und schon jetzt schwirren diverse mögliche Veränderungen in den Köpfen der Macher herum.

Von Heinz Gensterblum

Fakt ist, dass Meakusma zum Teil Opfer des eigenen Erfolgs wird und verschiedene der zahlreichen Veranstaltungen in diesem Jahr heillos überfüllt waren.

Eine Optimierung der Abläufe steht für 2019 auf der Agenda. „Wir werden in der Programmierung möglicherweise mehr parallel laufen lassen. Das wird bei den Besuchern vielleicht für Frust sorgen, weil sie sich entscheiden müssen, doch anders werden wir die überfüllten Räume nicht in den Griff bekommen. Eine bessere Verteilung würde es uns sogar erlauben, mehr Besucher zu empfangen“, sagt Mitorganisator David Langela. Kühl- und Kesselraum quollen bei verschiedenen Darbietungen regelrecht über. Der Alte Schachthof soll weiter der Hauptstandort bleiben. Keine Frage.

Das Feedback in der Presse war ausgesprochen positiv: für das Festival und die gesamte Region.

Schon in diesem Jahr gab es am Samstag weniger Staus als am Freitag, obschon die Besucherzahl größer war – und das nur, weil es mehr Überschneidungen gab. „Wir müssen das Gebäude besser nutzen und die Räume noch mehr ausreizen“, ist Langela überzeugt, dass der Standort am Rotenbergplatz nach wie vor der richtige ist. Gemeinsam mit 100 Freiwilligen hatte Meakusma das Musikfestival an drei Tagen organisiert. Die letzten drei Ehrenamtlichen – ein Russe, ein Leipziger und ein Berliner – reisten am Dienstagabend ab. „Das ist immer ein emotionaler Moment“, räumt Langela ein. Auch in diesem Jahr war es für die Veranstalter kein Problem, alle Stellen personell zu besetzen.

Rund 2.600 Musikliebhaber – und damit mehr als im Vorjahr – waren es aus dem In- und Ausland, die das Festival besuchten. Besonders stark waren die Fraktionen aus Flandern und Nordrhein-Westfalen vertreten. „Wir haben zwar noch nicht die definitive Abrechnung, doch gehen wir davon aus, dass wir die Kosten decken können und gegebenenfalls noch etwas übrig bleibt“, so David Langela.

80 Künstler hatte Meakusma angekündigt. Einer konnte Japan aufgrund der örtlichen Unwetter nicht verlassen, eine Künstlerin musste krankheitsbedingt absagen. Doch hier hatte der Veranstalter Glück im Unglück: Mit Thomas Brinkmann war ein ausgesprochen renommierter Künstler als Besucher in Eupen, der spontan bereit war, die entstandene Lücke zu füllen. „Unter dem Strich sind wir sehr zufrieden und super glücklich. Ich denke, dass wir in manchen Bereichen das beste Festival erlebt haben“, so Langela. Vor allem stießen auch die Standorte Ikob, Friedenskirche und die Galerie „vorn und oben“ auf große Akzeptanz.

Das Feedback in der Presse (siehe Pressestimmen anbei) war ausgesprochen positiv: „Und das nicht nur, was das Festival betrifft“, freut sich Langela, „sondern auch für Eupen und Ostbelgien“.