Erste Begegnung Mensch und Wolf im Hohen Venn

Rotwild am Rande des Hohen Venns kann man regelmäßig sehen. Yvan Mayaux begegnete am helllichten Tag einem Wolf. Foto: Photo News

Wie die Kollegen unserer Schwesterzeitung „La Meuse“ erst jetzt berichten, kam es Ende August zu einer ersten Begegnung zwischen einem Menschen und einem Wolf im Hohen Venn.

Oswald Schröder

Yvan Mayaux hat wohl an alles Mögliche gedacht, sicher aber nicht an eine Begegnung mit einem Wolf, als er im August im Hohen Venn spazieren ging. Der Erzieher mit Spezialisierung auf Umwelt und Natur aus Lüttich ging über einen stark bewachsenen Waldweg mit Fichten an beiden Seiten, als er plötzlich ein Tier ungefähr 50 Meter vor sich sah. Der Wolf sei in dem für den Wolf typischen leichtfüßigen Lautschritt aus dem Wald hervorgekommen. Als er den Menschen erkannte, blieb er für einige Sekunden stehen. Trotz des hohen Grases konnte  er deutlich in seinem Fernrohr erkennen, dass es ein Wolf war.

Geistesgegenwärtig griff Mayaux zu seinem Handy und schoss ein Foto. „Sonst hätte mir diese Begegnung niemand geglaubt“, vertraut er dem Kollegen von „La Meuse“ an. Der Wolf verschwand, wie er gekommen war: im Laufschritt.

Mayaux steht immer noch unter dem Eindruck seiner Begegnung, vor allem, weil sie am helllichten Tag stattfand. Im Kabinett des zuständigen Ministers Collin (cdH) bestätigt man, dass bisher keinerlei Informationen vorliegen, die von einer solchen Begegnung zwischen Mensch und Wolf handeln. Erst kürzlich hatte das Kabinett des Ministers bestätigt, dass ein im Juni in eine Fotofalle gegangenes Tier ein Wolf war. Möglicherweise handelt es sich um das gleiche Tier. Jedenfalls, so heißt es weiter, handele es sich nicht um den in Limburg georteten Wolf. Dieser sei mit einem Chip versehen und männlich. Bei dem im Hohen Venn von Yvan Mayaux gesichteten Wolf könne man das Geschlecht nicht definieren. (La Meuse/os)