Bald 20 neue Baustellen „Auf Öbels“ in Born

Verstädterungsprojekt

Auf diesem Grundstück in der Borner Dellenstraße, das sie 2010 aus privater Hand erworben hatte, wird die Gemeinde Amel 20 Baulos einrichten. | Foto: Arno Colaris

Die Gemeinde Amel setzt ihre aktive Baupolitik fort und will „Auf Öbels“ in der Borner Dellenstraße insgesamt 20 Baustellen erschließen. Das 1,71 Hektar große Grundstück hatte die Gemeinde im Jahr 2010 aus dem Privateigentum von Ludwig Rentmeister erworben.

Von Arno Colaris

Der von dem St.Vither Landvermessungsbüro Geopro 3.14 entworfene Verstädterungsplan befindet sich inzwischen in der Genehmigungsprozedur. „Wenn alles glatt läuft, können die Infrastrukturarbeiten im kommenden Jahr beginnen“, erklärt Amels Bürgermeister Klaus Schumacher.

Grundstücke in schöner Südwestlage mit Blick auf den Borner Viadukt.

Dass seit dem Ankauf der Ländereien immerhin acht Jahre verstrichen sind, hat durchaus seinen Grund. „Wir wollten sicherstellen, dass in der Verstädterung Mühlenbachstraße in Born 80 Prozent der Grundstücke verkauft sind, bevor wir ein neues Projekt in Born in Angriff nehmen. Das ist inzwischen der Fall und deshalb sprach nichts mehr dagegen, auch in der Dellenstraße aktiv zu werden“, so der Bürgermeister weiter. Zumal die Nachfrage nach Baugrundstücken gerade auch in Born gegeben sei. „Es gibt bereits einige Interessenten für Baulose aus der neuen Erschließung, deshalb wollen wir jetzt auch keine Zeit mehr verlieren.“ Um die insgesamt 20 Baugrundstücke erschließen zu können, von denen zwei für Dreifassadenhäuser und zwei für Häuser mit aneinanderhängenden Garagen vorgesehen sind, wird die Gemeinde einen neuen Zufahrtsweg anlegen müssen. Dieser mündet in einen Wendeplatz, könnte zu einem späteren Zeitpunkt aber verlängert werden, um das dahinter liegende Bauland ebenfalls erschließen zu können.

Die Verstädterung „Auf Öbels“ befindet sich in einer Hanglage mit Südwestausrichtung und, zumindest für die höher gelegenen Parzellen, mit schöner Aussicht auf den Borner Viadukt.

Sie sind zwischen 600 und 940 qm groß, „was durchaus den Wünschen der heutigen Bauwilligen entgegenkommt, die im Gegensatz zur vorherigen Generation weniger Wert auf besonders großzügige Grundstücke legen“, so Klaus Schumacher.

Der Selbstkostenpreis der Grundstücke dürfte bei etwa 40 Euro/m² liegen.

Die Baulose sollen nach bewährter Praxis zum Selbstkostenpreis veräußert werden, der bei etwa 40 Euro pro Quadratmeter liegen dürfte, so die vorläufigen Berechnungen. Während für die Haushalte wie in allen Ortschaften der Gemeinde eine individuelle Abwasserklärung vorgesehen ist, muss dennoch ein Kanal zur Ableitung des Oberflächenwassers verlegt werden. Dafür wird der bestehende Kanal in der Dellenstraße allerdings erneuert werden müssen. Der Anschluss an den Kanal in der Freiherr-Von-Korff-Straße wurde derweil bereits im Zuge der Erneuerung der Regionalstraße vorgesehen. Mit der Forstverwaltung wurde vereinbart, dass die mächtigen Laubbäume entlang der Dellenstraße im Rahmen des Möglichen erhalten bleiben. „Der eine oder andere wird aber weichen müssen, um die Zufahrten zu den Baustellen zu gewährleisten“, so der Bürgermeister.

Während also in der Borner Dellenstraße voraussichtlich im kommenden Jahr die Bagger rollen, hat die Gemeinde Amel bereits das nächste Verstädterungsprojekt griffbereit liegen. Auf einem Grundstück „An der Lonn“ in Iveldingen, an dem Weg nach Deidenberg, sollen 15 Baulose entstehen. Außerdem hat die Gemeinde noch vier Grundstücke in Herresbach, sechs Parzellen im Montenauer Libellenpark und weitere Baustellen in Amel („Zum Knopp“) im Angebot. „Wir sind aber weiter am Kauf von Ländereien interessiert, die für eine Verstädterung in Frage kommen“, so Klaus Schumacher abschließend,.

„An der Lonn“ in Iveldingen sollen 15 Baulose entstehen.
Im Libellenpark in Montenau stehen sechs Baugrundstücke zur Verfügung.