Anschlag auf Jüdisches Museum: Mutter von Opfer macht emotionale Aussage

Prozess

Christian Dalne (links), Anwalt von Annie Adam, im Gerichtssaal. | Foto: Photo News

„Wie ich mich fühle? Wie eine Mutter, deren Flügel abgeschnitten wurden. Ich denke immer an ihn.“ Annie Adam, Mutter des 26-jährigen Alexandre Strens, der bei dem Angriff auf das Jüdische Museum in Brüssel ums Leben kam, machte vor Gericht eine emotionale Aussage. „Mein Sohn ist am 24. Mai gegangen und nie mehr zurückgekehrt. Sein Leben wurde an diesem Tag beendet.“

Beim Prozess gegen Mehdi Nemmouche und Nacer Bendrer, die verdächtigt werden, am 24.  Mai 2014 den Überfall auf das Jüdische Museum in Brüssel verübt zu haben, kam am Freitag vor dem Brüsseler Assisenhof die Zivilparteien zu Wort. Unter ihnen ist auch die Mutter von Alexandre Strens, dem 26-jährigen Mann, der wenige Tage nach dem Angriff seinen Verletzungen erlag.

Unter Tränen erzählte sie von ihrem Sohn: „Alexandre liebte das Leben. Er war charmant, freundlich, mutig, ein Arbeiter. Seine Leidenschaft galt der Geschichte, der Musik. Er las immer, liebte das Reisen. Er war das siebte von acht Kindern und wurde von allen geliebt. Er rief mich jeden Tag an. Er genoss das Leben und war glücklich.“

Mit den Worten „Was ich will, ist Gerechtigkeit für Alexandre, ich glaube an die Gerichte“, beendete die Frau ihre Aussage. (vrt)

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