Mit Farbstiften für den Frieden

Ausstellungen

So stellen sich Kinder den Frieden vor: Regenbogen, Herzen, keine Waffen. | Foto: Laura Krzikalla/dpa

Wie sieht Frieden aus? Darüber haben Kinder aus der ganzen Welt vor Kurzem nachgedacht. Dann nahmen sie ihre Farbstifte und ein Blatt und malten los: glitzernde Regenbögen, fliegende Tauben, ganz viele Herzen sowie Menschen, die sich an den Händen halten.

Die Bilder mit den Symbolen des Friedens entstanden bei der Aktion „Colors of Peace“ (gesprochen: kallas of piis). Der Name ist Englisch und bedeutet „Farben des Friedens“. Jetzt hängen die Bilder an einem berühmten Ort im Land Italien: dem Kolosseum in der Stadt Rom. Das haben die alten Römer vor fast 2.000 Jahren gebaut. Weil Tausende Touristen jeden Tag das Kolosseum besuchen, können viele Menschen die Bilder der Kinder sehen. Und es gibt viel zu gucken! Da hängen 5.000 Werke an Zäunen.

Zur Eröffnung der Ausstellung kamen einige Schüler aus Rom, um zu schauen, wo ihre Bilder hängen. Unter ihnen ist die zehnjährige Viola. Sie hat zwei Kinder gemalt, die sich die Hände geben. „Frieden bedeutet für mich, dass der eine dem anderen hilft“, erklärt sie. Sie und ihre Freunde haben sich an dem Tag extra ein weißes T-Shirt angezogen, weil das die Farbe des Friedens ist. Auf dem Bild von Violas Klassenkameradin Alice gibt ein Mädchen einem anderen Mädchen eine Fackel. Wie bei Olympia, wo Sportler aus der ganzen Welt friedlich zusammenkommen. „Es ist normal, mal zu streiten. Aber wenn wir Frieden schließen, ist alles viel schöner“, sagt Alice.

Die Gemälde bilden um das Kolosseum einen Ring. Das soll zeigen, dass alle Länder der Welt zusammenhalten. Auch das Bild des zehn Jahre alten Matteo kann man dort finden. „Ich habe die Erde und einen Regenbogen gemalt“, sagt er. Regenbogen-Fahnen werden oft auf Demonstrationen für den Frieden getragen.

Auch der 13-jährige Riccardo hat bei Frieden an eine Erdkugel gedacht. Drumherum hat er Flaggen gezeichnet, die sich umarmen. Warum? „Um den Frieden zwischen den Nationen zu zeigen“, erzählt er. Er weiß, dass es in einigen Ländern der Welt Kämpfe gibt. Doch er und die anderen Kinder in Rom wünschen sich eine Welt ohne Krieg. (dpa)

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