Spießbürgers Albtraum!

Klimaproteste

Zum Leserbrief zu den Klimaprotesten von Hermann Langer (siehe GrenzEcho vom 9. Februar, Seite 2) schreibt Erwin Radermacher aus Eupen (Judenstraße):

Von Hermann Langer war nichts anderes zu erwarten! Da übernimmt ein Teil der Jugend Verantwortung und zeigt gesellschaftspolitisches Engagement – und er ereifert sich darin, jungen Menschen das „Hopsen“ und „Tollen“ auf der Straße vorzuwerfen …! Dabei ist es faszinierend, dass die Jugend „politisch“ erwacht, ihre Meinung kundtut und dagegen aufbegehrt, was die Verantwortlichen an den Schalthebeln der Macht alles unterlassen haben – und das ist nicht gerade wenig! Langer sieht lediglich „abgeleierte Sprüche“ auf Plakaten, verkennt allerdings, dass die Jugend ein Recht darauf hat, für ihre Belange und ihre Zukunft Forderungen zu stellen, und dass man der Jugend gar ein Recht einzuräumen hat, Fehler machen zu dürfen! Doch Langer sieht schon die öffentliche Ordnung in Gefahr … und meint, mahnend den Zeigefinger heben zu müssen! Der Planet aber ächzt unter so mancher Fehlentwicklung und es gibt hunderte von globalen Baustellen – nicht nur in Bezug auf Klima- und Energiedebatte! Wir dürfen uns also glücklich schätzen, aufgeweckte, motivierte junge Menschen zu sehen, die erste gesellschaftspolitische Schritte machen; das mag nicht alles perfekt sein, doch es ist gut und richtig und verdient unsere Akzeptanz und Unterstützung! Spießbürgern – die womöglich niemals herumtollten und immer artig waren – kann man’s sowieso nie recht machen!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte beachten Sie unsere Netiquette, wenn Sie den Artikel kommentieren möchten.