Altmeister Jacky Ickx sitzt nochmals im Ferrari


Belgiens erfolgreichster Rennfahrer aller Zeiten, Jacky Ickx, wird nämlich vor dem Grand-Prix-Start für zwei Demorunden in einem Ferrari 312B-Formel-1-Rennauto der Saison 1970 auf der sieben Kilometer langen Ardennen-Rennstrecke unterwegs sein. Dieser Programmpunkt wird für den frühen Sonntagnachmittag (ab 13 Uhr) angekündigt. „Jacky Ickx hat sofort zugesagt“, freut sich auch André Maes, der Chef von Spa Grand Prix.

Der junge belgische Formel-1-Fahrer Jacky Ickx triumphierte mit 23 Jahren im denkwürdigen Regenrennen 1968 in Rouen(F)

Worum geht es bei dieser Initiative genau? Formel-1-Reporter Pierre Van Vliet, ein guter Freund des mit 73 Jahren immer noch jugendlich wirkenden Altmeisters, erläutert: „Anlass ist der erste der insgesamt acht Formel-1-Siege von Jacky Ickx vor nunmehr 50 Jahren anlässlich des Großen Preises von Frankreich.“ Beim unvergessenen Regenrennen am 7. Juli 1968 in Rouen schlug der damals erst 23-jährige Belgier die versammelte Konkurrenz. Ein neuer Star in der Königsklasse war damit geboren. Es sollte dies der Beginn einer großartigen Karriere werden, die in den Jahren 1969 und 1970 mit zwei Formel-1-Vizeweltmeister-Titeln in Folge gekrönt wurde.

Neben seinen unzähligen Siegen im Langstreckensport (insbesondere in Le Mans) triumphierte Jacky Ickx acht Mal in der Formel 1, davon sechs Mal mit der Scuderia Ferrari. Die Rennmodelle hießen damals 312 und 312B.

„Zur Jubiläumsfahrt steht dem rüstigen Motorsportrentner ein liebevoll restaurierter Ferrari des früheren GP-Fahrers und heutigen Industriellen Paolo Barilla zur Verfügung“, weiß Pierre Van Vliet zu berichten. Der 57-jährige Mitinhaber des gleichnamigen Konzerns hat es als italienischer Nudelkönig zu Ruhm und Geld gebracht.

Des Weiteren soll die Kurve Nummer neun in Spa-Francorchamps, die bislang Rivage oder Speakers Corner bezeichnet wird, auf den Namen Jacky Ickx getauft werden. Es handelt sich um den Links-Knick zwischen der 180 Grad-Kurve Brüssel und der superschnellen Doppellinks-Passage im neuen Streckenabschnitt.

Bereits im vergangenen Jahr war dem 73-Jährigen schon eine besondere Huldigung in der Region zuteil geworden: Die Stadtgemeinde Stavelot, auf deren Grundgebiet zum großen Teil die heutige Rennstrecke Spa-Francorchamps liegt, hatte dem gebürtigen Brüsseler den Titel „Ehrenbürger“ verliehen.