East Belgian Rally feiert 2019 zehnte Ausgabe

<p>
             East Belgian Rally feiert 2019 zehnte Ausgabe
</p>


Das angestammte Datum der EBR, die zu den größten Sportveranstaltungen der Region zählt, ist das Wochenende des 26. bis 28. September 2019, mit Start und Ziel in St.Vith und Streckenführung in den fünf Eifelgemeinden.

Die Ostbelgien-Rallye, die 2005 unter der damaligen Bezeichnung „Ardenne Bleue“ die Nachfolge der früheren Boucles de Spa angetreten hatte, wurde nach der Absage 2009 unter dem Impuls des Landesverbandes RACB 2010 von zwei Clubs aus Westflandern (TAC Tielt) und der Deutschsprachigen Gemeinschaft (AMC St.Vith) neu aus der Taufe gehoben. „Man hat uns damals für verrückt erklärt, denn uns trennen immerhin 250 Kilometer“, erinnert sich Organisationsleiter Boudewijn Baertsoen: „Die Zusammenarbeit war auch nicht immer einfach. Aber mittlerweile haben wir uns nach neun Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit gefunden. Die Aufgabenverteilung klappt.“

Dank des intensiven Einsatzes auf beiden Seiten und der Mitarbeit von hunderten Ehrenamtlichen kann sich das Resultat sehen lassen. Die neuen Koordinatoren der EBR, Danny Müller und Mario Rozendaal, freuen sich über den Einsatz all dieser fleißigen Helfer und auch der vielen Vereine, die die tausenden Gäste empfangen und sie an den Zuschauerpunkten bestmöglich bewirten, derweil die Stewards die Besucherlenkung bewerkstelligen. Boudewijn Baertsoen sagt voller Stolz: „Wir sind nicht die größte Rallye Belgiens, aber einer der am besten organisierten Läufe im Kalender, und außerdem mit den schönsten Wertungsprüfungen unseres Landes.“

Dass der Landesmeister 2018, Kris Princen, in Ostbelgien gekürt wurde, ist dem Image der EBR natürlich förderlich. Auch die Aufnahme der Rallye in internationale Serien wie die FIA Rally Benelux Rally Trophy und die Euro Rally Trophy wertet die Veranstaltung auf. Gespannt waren die Organisatoren, wie sich das neue Format mit nur noch vier Wertungsprüfungen am Veranstaltungstag, also am Samstag, in vier Gemeinden (in diesem Fall in Büllingen, Amel, St.Vith und Burg-Reuland) sowie dem Shakedown am Donnerstag in der fünften Gemeinde (2018 in Bütgenbach) bewähren würde.

Das neue Rallye-Format der EBR ist gut angekommen.

„Die Teams waren damit sehr zufrieden“, bilanziert Boudewijn Baertsoen (TAC Tielt). Frederic André (AMC St.Vith), der für die Sicherheitsplanung und die Streckenführung zuständig ist, ergänzt: „Das veränderte Konzept ist im Allgemeinen gut angekommen. Es hat sich bewährt. Grundsätzlich möchten wir es deshalb beibehalten.“ Wer weiß: Womöglich wird es in Zukunft eine Rotation geben. Doch vor der Entscheidungsfindung ist noch Gesprächsbedarf mit den Verantwortungsträgern der Eifelgemeinden vonnöten: „Drei der fünf Bürgermeister sind hier neu im Amt“, so Frederic André. Aber auch bautechnische Zwänge müssen bei der Festlegung der Strecke berücksichtigt werden. In den kommenden Wochen sollen die Planungen anlaufen.

Neben den sportlichen und organisatorischen Kriterien entscheidet aber auch die wirtschaftliche Bilanz über den Erfolg oder den Misserfolg eines Events dieser Größenordnung. Seit einigen Jahren schreibt die EBR schwarze Zahlen. „Das war aber längst nicht immer so“, gibt Frederic André, Schatzmeister des AMC St.Vith, zu bedenken. Sein Kollege beim TAC Tielt, Chris Spiessens, der die finanziellen Zügel fest in der Hand hält, erläutert: „Das Gesamtbudget liegt bei 180.000 Euro“.

Großes Geld ist erfahrungsgemäß mit einer Rallye wegen des enormen Kostenfaktors beileibe nicht zu verdienen. Da kommt es auf eine strenge Haushaltsplanung an. Jedenfalls muss die Kasse stimmen, will man einigermaßen über die Runden kommen. Und somit kann auch in der Saison 2019 die Ostbelgien-Rallye auf die Beine gestellt werden, zum zehnten Mal von den aktuellen Ausrichtern. Diese dürfen ein kleines Jubiläum feiern.

Der Gesamtrahmen der Rallye-Landesmeisterschaft, die sich eines hohen Leistungsniveaus erfreut, bleibt 2019 unverändert. Boudewijn Baertsoen bekräftigt die Richtlinien: „Die BRC zählt nach wie vor neun Läufe. Für die Punktewertung der Fahrer kommen unter Berücksichtigung der Streichresultate die besten sechs Ergebnisse in Frage.“ Alle Rallyes, ob sie einen oder zwei Tage dauern, sind von der Bedeutung her gleichgestellt. „Der Antrag auf einen höheren Koeffizienten für Zwei-Tage-Rallyes wurde in der Rallyekommission des RACB abgelehnt“, so Boudewijn Baertsoen. Nicht gelöst ist allerdings das allseits bekannte Problem der Anzahl und der Qualität der Sportwarte an der Strecke.

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?
Die ersten 2 Monate für 1,49€ pro Monat
Jetzt bestellen
Bereits abonniert?