Die Entwicklung bleibt beim FC Eupen B Priorität


Die abgelaufene Saison des FC Eupen B verlief von den Ergebnissen her eher durchwachsen. Das war nicht zuletzt einem vereinsinternen Wandel geschuldet, der eine neue Richtung eingeleitet hat.

„Wir haben letztes Jahr einen Umbruch gewagt, auch im Vorstand. Innerhalb dieses Gremiums sind die Strukturen etwas geändert worden“, erklärt Vorstandsmitglied Alain Cormann, der für die sportliche Leitung der Seniorenabteilung verantwortlich ist. Er fügt an: „Die Aufgabenverteilung wurde verändert. Andy ist dann kurzfristig als Co-Trainer eingesprungen. Das letzte Jahr diente der Erfahrung. Das war nicht planbar und wirklich ein Übergangsjahr. Zur Rückrunde mussten wir dann den nächsten Schritt machen. Entweder die Mannschaft schnellstmöglich in die 3. Provinzklasse bringen oder auf die eigene Jugend setzen. Wir haben uns für Letzeres entschieden.“

Andy Malmendier ist mittlerweile allerdings nicht mehr der Co-Trainer, sondern alleiniger Spielertrainer. Dies war laut Cormann die logische Konsequenz nach dem Abschied von Thierry Michel: „Wir haben innerhalb des Vorstandes die vergangene Saison Revue passieren lassen. Wir haben dann sowohl mit Thierry als auch mit Andy und einigen Spielern geredet, auch im Hinblick auf die Zukunft. Wir hätten Thierry gerne noch in andere Projekte eingebunden, doch dann kam das Angebot von Büllingen. Wir haben ihm gesagt, dass er dort zusagen soll. Im Anschluss war auch klar, dass Andy der erste Trainer wird.“

Mit den ersten Wochen der Vorbereitung war der Spielertrainer relativ zufrieden.

Malmendier geht mit viel Herzblut an die Aufgabe heran, setzt aber erst einmal gar keine hohen sportlichen Ziele. Im Mittelpunkt stehen für den 27-Jährigen die heranwachsenden Jugendspieler: „Unsere Ambition ist wirklich nur die Weiterentwicklung der jungen Spieler und das Heranführen an den Seniorenfußball. Die Tabelle ist mir eigentlich völlig egal. Ich denke nicht, dass wir in dieser Hinsicht Ambitionen artikulieren müssen. Wenn wir uns weiterentwickeln, werden wir gute Spiele machen. Wir werden aber auch bittere Niederlagen kassieren, weil wir unerfahren und nicht kaltschnäuzig genug sind.“

Mit den ersten Wochen der Vorbereitung war der Spielertrainer relativ zufrieden. Ein erstes Freundschaftsspiel gegen Oudler konnten die Blau-Weißen für sich entscheiden. In der ersten Runde des Provinzpokals mussten sie sich gegen eine starke Mannschaft von Warnant B trotz einer guten Leistung deutlich geschlagen geben. In einem weiteren Freundschaftsspiel gegen Lontzen A kam die junge Mannschaft unter ungleichen Voraussetzungen unter die Räder. „Das ist aber normal“, erklärte Malmendier im Anschluss an die Begegnung. Schließlich sei der Kader im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt noch ein Stück jünger geworden. „Cedric Vronen ist der einzige richtige Neuzugang. Ansonsten setzen wir alles auf die Jugend. Wir haben die Mannschaft extrem verjüngt. Wir haben aus der U17, die ich letztes Jahr trainiert habe, und aus der U19 ein paar raufgezogen“, so Andy Malmendier.

Demnach ist die Erwartungshaltung des Vorstands des FC Eupen ebenfalls nicht sehr hoch. Malmendier soll die Mannschaft weiter fördern und hat dabei alle Freiheiten. „Für uns als Vorstand steht effektiv die Entwicklung des Teams im Vordergrund. Die Integration der Jugend hat absolute Priorität. Sollte sich da im Laufe der Saison irgendwas entwickeln in Richtung Platzierung, können wir darüber sprechen. Aber das ist absolut nicht die Priorität. Wir haben vor, die Jugend aufzubauen. Dass das nicht von heute auf morgen geht, ist ganz normal“, betonte Alain Cormann.

Auf einen Blick

Letztes Jahr: 11. Platz

Wichtigster Neuzugang:Cedric Vronen

Größte Stärke: Befreites Aufspielen

Größte Schwäche: Die Unerfahrenheit des Kaders

Unser Tipp: 9. Platz

GE-Weblink:www.grenzecho.net/fc-eupen-b