Blondelle: „Das ist eine Schande“ - Milicevic: „Spüre einen Unterschied“


Nicht nur auf dem Platz, sondern in der „Mixed Zone“ mittendrin, statt nur dabei: Innenverteidiger Siebe Blondelle. Nach seinem vermeintlichen Foulspiel (siehe Foto unten links) zeigte Visser – nach Anraten des Videoassistenten – auf den Punkt.

„Eine Schade“, kommentierte Blondelle wenige Minuten nach dem Ende der Partie. In seinen Augen traf Visser mit seinem Elfmeterpfiff die falsche Entscheidung.

Milicevic: „Ich habe für Gent und Eupen gespielt. Und ja, ich fühle bei den Entscheidungen einen Unterschied.“

„Es war ein normales Duell im Strafraum, wie es bei einem Spiel mehr als nur einmal vorkommt. Niemand wusste so richtig, was passiert. Irgendwann kam dann der Schiedsrichter auf mich zu und meinte: ‚Du hast an seinem Trikot gezogen‘. In meinen Augen wurden hier mit aller Macht Dinge gesucht, um einer Mannschaft zu schaden“, so Blondelle über die Entscheidung von Visser, der nicht zum ersten Mal schlechte Noten von der AS Eupen erhielt (siehe „Hintergrund“). Blondelle: „Es ist nun an uns, zu beweisen, dass wir unseren Platz in der 1. Division verdient haben. Wir müssen lernen, mit VAR zu leben.“

Der Elfmeter überraschte selbst AA Gent – Foket: „War es Hand oder Foul? Ich weiß es nicht.“

„Des einen Freud des anderen Leid“ – nichts könnte besser auf die Schlussminuten vom Sonntagabend zutreffen. Freuen durfte sich Gent, nachdem es selbst vom Elfmeter überrascht wurde. Thomas Foket: „Den Strafstoß hat niemand kommen sehen. Zumal niemand wirklich protestiert oder ihn gefordert hat. Aber das braucht es mit dem Videoschiedsrichter nicht mehr. Um ehrlich zu sein: Ich weiß nach wie vor nicht, ob nun ein Handspiel oder ein Foul gepfiffen wurde“, so der Nationalspieler im Dienste von AA Gent.

Ein Ex-Spieler von AA Gent konnte sich indes nur schwer mit den Entscheidungen von Lawrence Visser anfreunden: Danijel Milicevic. Seine Mannschaft forderte zwei Mal erfolglos einen Elfmeter. „Selbst aus fünf Kilometern Entfernung hätte ich gesehen, dass es ein Handspiel (eine Szene in der 71. Minute, A. d. R.) war. Und der Videoschiedsrichter? Er sieht nichts“, so der Mittelfeldspieler. Wird eine kleine Mannschaft wie Eupen im Vergleich zu größeren Gegner durch den Schiedsrichter benachteiligt? „Ich habe für Gent und Eupen gespielt. Und ja, ich spüre einen Unterschied. Das ist alles, was ich dazu sagen kann. Es ist das dritte Mal, dass uns der Schiedsrichter nichts zuspricht. Wie viele Mannschaften sind in dieser Situation? Ich denke, keine Einzige neben uns“, so „Milli“ weiter.