„Goethe und Schiller bald wieder unter einem Dach“

Der Umzug des Goethe Instituts war nötig geworden, da das Auswärtige Amt, Besitzer des Herrenhauses, die Immobilie, die bereis seit 1898 dem deutschen Reich gehörte, im Jahr 1912 aus Kostengründen an die baden-württembergische Landesvertretung verkauft hatte, die im Nebengebäude untergebracht ist.

„Ich freue mich, heute den Startschuss für den Erweiterungsbau geben zu dürfen, der für alle Beteiligten eine besonders große bauliche und planerische Herausforderung ist, da es bei diesem repräsentativen Gebäude auch alle belgischen Bauvorschriften zu beachten gilt,“ sagte Bernd Müller, Leiter des für die Vertretung des Landes Baden-Württemberg zuständigen Amts. Für die in Angriff genommenen Baumaßnahmen sind Kosten in Höhe von knapp 27 Millionen Euro veranschlagt.

Unter Erhaltung der denkmalgeschützten klassizistischen Fassade sind die Bauarbeiten bereits in vollem Gang. Bis 2020 soll ein sechsgeschossiges Bürogebäude sowie ein Veranstaltungsbereich im Erdgeschoss mit einem großen Saal für 300 Personen entstehen. Die wegen des Denkmalschutzes etwas zurückversetzten Obergeschosse werden vermietet, wobei die ersten vier Etagen der Kultur, genauer dem Goethe-Institut, vorbehalten sind. „Es freut mich, dass das renommierte Goethe Institut mit seinen Kulturveranstaltungen und seinem wichtigen Sprachangebot in den Erweiterungsbau zurückkehrt. Im Foyer unserer Vertretung haben wir eine große Schillerbüste, und nun bin ich froh, dass Goethe und Schiller bald wieder unter einem Dach sein werden,“ so Europaminister Wolf.