Wetzlarbad-Betreiber ist bereit, „aber wir brauchen natürlich Wasser“

Sommer, Sonne, Badespaß: Aus dieser Kombination wird in Eupen zumindest in den nächsten Tagen nichts. Aufgrund von technischen Problemen fällt die für Donnerstag angekündigte Eröffnung des neuen Wetzlarbades ins Wasser. Diether Thielemans, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Innopa AG, zeigt sich enttäuscht.

„So, wie es jetzt ist, ist das Schwimmbad nicht fertig. Es gibt Probleme mit Filter- und Pumpanlagen“, redet Diether Thielemans nicht um den heißen Brei herum. In seiner Stimme schwingt Enttäuschung mit. Keine Frage, der Geschäftsführer der neuen Betreibergesellschaft hat sich den Start in Eupen sicherlich anders vorgestellt. Der „technische Rückschlag“, wie er es nennt, macht eine Eröffnung des neuen Wetzlarbades am kommenden Donnerstag unmöglich.

Schwierigkeiten bereiten nach seinen Angaben die sogenannten Wasserbehandlungssysteme. Drei gibt es im neuen Bad— und zwei funktionieren momentan nicht. Eine Situation, die für Diether Thielemans nur schwer nachzuvollziehen ist, auch wenn er es nicht so deutlich ausspricht. Er formuliert es so: „Wir haben doch schon einige Erfahrungen mit Schwimmbädern, aber so etwas haben wir noch nicht erlebt.“ Gut, technische Schwierigkeiten könnten auch im letzten Moment auftreten, „aber jetzt hoffe ich, dass die Leute auf der Baustelle das auch schnell reparieren können“.

Damit macht der Innopa-Geschäftsführer deutlich, dass er nun die zuständigen Baufirmen in der Verantwortung sieht. Nicht die Betreibergesellschaft stehe in der Pflicht. „Wir übernehmen dieses Gebäude als Betreiber, aber wir sind nicht verantwortlich für den technischen Zustand, das gehört zum Bau. Wenn man so will, sind wir das erste Opfer“, spricht er Klartext. Denn seine Gesellschaft habe ihre Hausaufgaben allesamt gemacht, das angeworbene Personal stehe in den Startlöchern. „Wir sind fertig und bereit für die Eröffnung, aber wir brauchen natürlich Wasser“, bringt es Diether Thielemans auf den Punkt.

Stellt sich die Frage, ob diese Probleme nicht schon bei der Übernahme festgestellt werden konnten. „Filter und Pumpen sind immer die letzten Sachen, die in Gebrauch genommen werden. Und da geht man eigentlich davon aus, dass alles funktioniert“, so Thielemans. Dabei räumt er ein, dass es bei der technischen Anlage im Bad derzeit nicht nur an einer Stelle hakt. Zudem hatten sich die Bauunternehmen bis zuletzt optimistisch gezeigt, die Probleme in den Griff zu bekommen, damit der Badebetrieb wie geplant am 19. Juli anlaufen kann. „Jetzt müssen wir aber feststellen, dass sie es nicht mehr schaffen, damit wir an diesem Tag starten können“, zeigt sich der Geschäftsführer enttäuscht. Nicht nur im Außenbecken wird bis auf Weiteres kein Badevergnügen möglich sein, auch der Innenbereich ist hiervon betroffen.

Und wann ist nun mit einer Eröffnung der neuen Infrastruktur zu rechnen? Diether Thielemans will sich diesbezüglich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen: „Ich hoffe so schnell wie möglich. Je nachdem, wie schwerwiegend die Probleme sind, wird es wohl Tage oder Wochen dauern, bis alles repariert werden kann.“ Indes: Von der verschobenen Eröffnung des Badebetriebs nicht betroffen ist der neue Gastronomiebereich. Dieser soll — wie geplant— an diesem Donnerstag starten.

Unterdessen kündigte Sportschöffe Werner Baumgarten (SPplus) am Montagnachmittag an, dass am heutigen Dienstag eine Ortsbesichtigung mit allen Verantwortlichen auf dem Gelände stattfinden werde,  zu der auch die Presse eingeladen ist. In diesem Rahmen soll in erster Linie der zuständige Bauunternehmer erklären, was im Ortsteil Hütte noch alles im Argen liegt.