Justine Henin gab Eupener Tennisnachwuchs Tipps



Nach ihrer Stippvisite im Eupener Krankenhaus zog Justine Henin weiter zur Tennisanlage in der Unterstadt. Weil die frühere Weltranglistenerste im vierten Monat schwanger ist, konnte Justine Henin nicht – wie ursprünglich vorgesehen – selber zum Schläger greifen, um mit dem Eupener Tennisnachwuchs ein paar Bälle zu spielen. Diese Aufgabe übernahm stattdessen ein Trainer ihrer Tennis-Akademie. Die siebenmalige Grand-Slam-Siegerin flüsterte aber dem einen oder anderen Nachwuchsspieler Tipps ins Ohr.

Gleichzeitig redete Justine Henin im Talk mit KTC-Sportdirektor Olivier Zimmermann über ihr Wiedersehen mit der Eupener Tennisanlage. Im Park Hütte war sie zuletzt vor 22 Jahren als Jugendspielerin gewesen. „Es ist schön, nochmal hier zu sein. Und ich sehe mit Freude, dass Eupen einige gute Talente hat“, lobte Henin die Nachwuchsarbeit des KTC Eupen.

Sie hielt ein Plädoyer für mehr Psychologie bei der Ausbildung von Tennis-Talenten in Belgien. Es werde beim Training viel Wert auf die Technik gelegt, aber dabei komme der mentale Faktor etwas zu kurz. Doch nicht nur die Trainer, sondern auch die Eltern wurden in die Pflicht genommen. Sie dürften weder zu viel noch zu wenig Druck auf den Nachwuchs aufbauen. „Das Kind sollte immer der Motor seiner Entwicklung sein. Mütter und Väter haben dabei eine Führungsfunktion, sollten ihr Kind aber weder bremsen noch über Gebühr pushen“, so Justine Henin, die bereitwillig für das eine oder andere Erinnerungsfoto zur Verfügung stand. (boc)