CSP sucht im „Pavillon“ Dialog mit Bürger


Sechs Wochen haben die Mitglieder in die Renovierung der Räumlichkeiten des ehemaligen Bekleidungsgeschäfts an der Klötzerbahn gesteckt und dabei so manchen Tropfen Schweiß verloren. Über die neue Zweckbestimmung der Räumlichkeiten hüllte sich die Oppositionspartei bislang in Schweigen…

Was passiert nach dem Wahltag mit dieser Fläche in exponierter Lage?

Der Eingangsbereich im Gebäude Klötzerbahn 7 ist nun mit einem Sofa als Lounge gestaltet, der Rest des entstaubten Raumes ist für Veranstaltungen oder den geselligen Austausch konzipiert worden. Alles wirkt binnen kürzester Zeit modernisiert. „Die Kosten halten sich in Grenzen, da wir nur eine symbolische Miete zahlen und wir viele Sachen, die wir benötigt haben, geschenkt bekommen, Angebote gekauft oder Leihgaben von der Geschäftswelt erhalten haben“, berichtet Michael Johnen, eine der Triebfedern hinter diesem Projekt.

Die konkrete Idee hierzu sei Mitte Mai geboren und dann rasch konkretisiert worden. Bis zum Wahltag hat der „Pavillon“ täglich von 17 bis 19 Uhr geöffnet, mittwochs (12 bis 19 Uhr), freitags (8.30 bis 19 Uhr) sowie samstags 8.30 bis 17 Uhr) und sonntags (10 bis 17 Uhr) sind die Zeiten ausgedehnter. Und bis zum 14. Oktober soll das Haus mit Leben gefüllt werden und dort vor allem ein Austausch über das stattfinden, was die Bürger in Eupen bewegt und was die CSP dann in ihr „Wahlprogramm zum Anfassen“ einfließen lassen kann. Natürlich will die CSP in dieser exponierten Lage im Zentrum der Stadt auch zeigen, was sie vorhat. „In Zeiten, in denen immer mehr über die sozialen Medien läuft, wollen wir hier den persönlichen Kontakt pflegen. Es soll kein Ausstellungshaus, sondern ein interaktives Haus sein“, sagt Simen Van Meensel, der als Kandidat ins Rennen geht. Er und seine Mitstreiter können hier auch Abende durchführen, Themenabende und weitere Veranstaltungen werden für die breite Öffentlichkeit angekündigt. Wer sich nicht aktiv an der Ideenbörse beteiligen möchte, der kann gerne auch vorbeikommen und sich einfach informieren. Kandidaten und freiwillige Helfer wollen das Ganze betreuen, berichtet Nathalie Johnen. An einer Ideenwand können die Besucher Vorschläge platzieren — ob namentlich oder anonym – oder sich an Abstimmungen beteiligen.

Mit dem Wahltag soll das Projekt nicht zu Ende sein, sondern spätestens bis Ende des Monats ein fließender Übergang hin zu einer Geschäftsübergabe stattfinden. „Wir wollen damit auch ein Signal setzen und einen Mehrwert schaffen. Wir wollen junge Selbstständige ansprechen, die hier vielleicht den ersten Schritt in die Selbstständigkeit machen möchten. Vielleicht dient es dem einen oder anderen als Ansporn“, erklärt Spitzenkandidat Joky Ortmann und Michael Johnen ergänzt: „Außerdem wollten wir zeigen, was sich mit bescheidenen Mitteln aus einer solchen Immobilie machen lässt– sowohl aus Sicht des Vermieters als auch des Mieters. Vielleicht gelingt es uns ja auch, den einen oder anderen aus seiner Lethargie herauszuholen.“

Gut vorstellbar sei an diesem Standort ein modernes Einzelhandelsgeschäft. Gerade im Vorfeld zu Weihnachten dürften die 150 qm im Erdgeschoss Ausstrahlungskraft auf engagierte Verkäufer haben. „Die ganze Mannschaft hat hochmotiviert zusammengearbeitet. Ich gehe davon aus, dass das Haus der Kitt ist, der unser Team zusammenhält“, freut sich Ortmann über den gewachsenen Teamgeist. Wichtig sei für ihn, dass es ein offenes Haus und kein „oranger Bunker“ sei. Besuche aus anderen politischen Lagern seien herzlich willkommen.

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