Altes Camping-Gebäude an der Hill wird neues Vereinsheim

Der Camping „An der Hill“ ist seit zehn Jahren Geschichte. Nachdem die Stadt Eupen das Gelände 2007 erwarb, meldete wenig später der letzte Betreiber Konkurs an.

Seitdem tat sich nichts auf dem Areal – was indirekt auch an dem schleppenden Projektverlauf des sogenannten Kombibades lag. Denn insbesondere aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zum Wetzlarbad, wo diese neue Schwimminfrastruktur Eupens schon nach Vorstellungen der damaligen CSP-PDB-Stadtratsmehrheit gebaut werden sollte, hatte man 2007 den Campingplatz an der Hill für 216.000 Euro ersteigert. Die Überlegung: Auf dem bisherigen Freizeitareal könnte ein Gebäude oder aber ein großer Parkplatz in Schlagdistanz zum künftigen Kombibad entstehen.

Ideen, die vom folgenden Gemeindekollegium zumindest teilweise übernommen wurden.

Von der Bezeichnung „Kombibad“ hatte sich die blau-grün-rote Stadtratsmehrheit zwar flugs verabschiedet, die Nutzung des vormaligen Campinggeländes als Abstellplatz für Pkw fand jedoch ihre Zustimmung.

Stadt Eupen kaufte das Campinggelände vor mehr als zehn Jahren für 216.000 Euro.

Sobald der Betrieb im neuen Wetzlarbad anläuft und dort an heißen Tagen besonders großer Andrang herrscht, können auf dem früheren Campinggelände bis zu 60 Fahrzeuge geparkt werden. Und auch für das Hauptgebäude auf dem einstigen Freizeitareal an der Hill hat man mittlerweile eine Verwendung gefunden: als neues Zuhause für hiesige Vereine. Interessenten gibt es bereits mehrere, klar Schiff hat man bislang jedoch erst in einem Fall gemacht, wie Eupens Bauschöffe Michael Scholl (PFF) auf Nachfrage erklärt: „Der Tauchklub wird den ersten Bereich beziehen, dort, wo früher die Wirtschaft und das kleinere Restaurant des Campings untergebracht waren. Daneben ist zudem ein Materialraum geplant.“

Bevor jedoch überhaupt irgendein Verein sein neues Lokal beziehen kann, muss die laufende Kernsanierung des Gebäudes abgeschlossen sein. „Die Anlage ist seit zehn Jahren nicht mehr bewohnt worden, sodass alle Installationen – sei es Strom, Heizung oder Sanitär – erneuert werden müssen“, betont Scholl.

Vereine, die Interesse an einer Nutzung des Gebäudes zeigen, gibt es mehrere.

Dieses Projekt, das der städtische Bauhof in Eigenregie durchführt, ist schon vor einigen Monaten angelaufen. Die Materialkosten belaufen sich auf 30.000 Euro, die Anschlüsse schlagen mit 10.000 Euro zu Buche.