Sie gründeten die Band Die Gäng und machen seitdem ihre eigene Musik. „Angefangen hat alles mit Chaja und ihrem Papa“, erzählt Luna. „Die beiden haben auf der Gitarre gespielt und sich dazu Liedtexte ausgedacht.“
Irgendwann wurden die Lieder immer besser und Chaja machte sich auf die Suche nach Freunden, mit denen sie die Lieder zusammen singen konnte. So kamen Chaja, Kaia und Luna zusammen und gründeten eine Band. Chaja ist zehn Jahre alt, die anderen beiden Band-Mitglieder sind zwölf. Der Name ihrer Band: Die Gäng.
Die Gäng hat schon einige Konzerte gespielt und eine CD aufgenommen. Zu zwei Liedern gibt es auch Videos im Internet. In „Bla bla bla“ macht sich die Band lustig über Erwachsene, die immer zu viel reden. In „Müde“ wollen Kinder abends noch lange weiter spielen.
Die Musik auf den Konzerten spielt Chajas Papa Ben mit seinen Freunden, die auch eine Band haben. „Bisher singen wir bei den Auftritten nur“, erzählt Luna. „Kaia und ich spielen aber auch beide Gitarre. Mein Gitarrenlehrer hat mir den Akkord von einem unserer Lieder gezeigt. Vielleicht spiele ich dann auch bald bei Konzerten Gitarre.“
Wenn sie einen Auftritt haben, sind die beiden etwas aufgeregt. „Bei einem Konzert dachte ich am Anfang: Ach, der Raum ist ja ganz klein. Aber auf einmal sind dann so viele Leute reingekommen. Da war ich schon nervös“, sagt Kaia. „Aber obwohl wir uns nicht so oft treffen, wissen wir, dass wir die Lieder gut können. Das hilft dann.“
Die Zuschauer bei den Konzerten sind meistens Kinder mit ihren Eltern. „Unsere Musik ist für alle Leute bestimmt“, sagt Kaia. „Unsere CD ist zwar eine Kinderplatte, aber es ist eigentlich immer so, dass die Eltern die Kinderplatte mithören müssen“ ergänzt Luna.
Deswegen wollen die beiden auch gerne Texte singen, die Erwachsene und Kinder zum Nachdenken bringen. „Ich würde gerne mal auf einem Fest vom Bürgermeister spielen“, sagt Luna. „Da könnte ich viele Menschen erreichen, die etwas mehr Einfluss haben. Gerade mit Songs wie ‚Robbyfee‘“. In dem Lied geht es um Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten. Sie klopfen bei Robbyfee an, der in einer großen Villa wohnt. Robbyfee will ihnen helfen, aber einige seiner Freunde sind dagegen.
Luna und Kaia können sich auch vorstellen, später einmal Geld mit ihrer Musik zu verdienen. „Das wäre sehr cool“, sagt Kaia. „Die Musik macht uns ja richtig viel Spaß, und wenn man dafür Geld bekommen kann, das wäre schon toll.“ Im Moment verdienen sie bereits durch den Verkauf der CDs etwas. Im nächsten Jahr sind Auftritte der Band auf mehreren Musikfestivals geplant. (dpa)
