Weitere EU-Mittel im Kampf gegen die Kinderlähmung


„Wir stehen kurz vor dem Ende der Kinderlähmung auf unserem Planeten. Die weltweite Zusammenarbeit hat dazu geführt, dass die Häufigkeit der Polio-Ansteckung von einmal 40 Fällen pro Stunde auf rund 40 Fälle für das Jahr 2016 gesunken ist“, meinte Arimont. „Die Kinderlähmung sollte die zweite Krankheit nach den Pocken werden, die erfolgreich durch den Menschen ausgerottet werden konnte. Noch ist der Kampf aber nicht gewonnen. Weitere Anstrengungen sind nötig und dafür sensibilisieren wir. Wichtig ist, dass die EU im vergangenen Jahr weitere 55 Millionen Euro für die Unterstützung bei diesem Kampf zugesagt hat. Zu unserer Freude hat sie bekräftigt, dass dieser Betrag nochmals erhöht werden soll. Das ist eine gute Nachricht“, fügte der ostbelgische EU-Parlamentarier hinzu. Kinderlähmung (Polio) endgültig auszumerzen, ist das Ziel der „Global Polio Eradication Initiative“ (GPEI), einer Kooperation von Rotary International, Unicef, der Weltgesundheitsorganisation, der Bill & Melinda Gates Foundation sowie Regierungen verschiedener Länder, für die auch in unserer Region durch die Rotary-Service-Clubs gesammelt wird. Nach einer ersten Veranstaltung im Frühjahr 2017 habe der für europäische Entwicklungszusammenarbeit zuständige EU-Kommissar Neven Mimica weitere 55 Millionen Euro zur Unterstützung der Initiative zugesagt. Dies war der Anlass für eine Preisübergabe der GPEI an Vertreter der Kommission für deren kontinuierlichen Einsatz. Dabei sollte auch für eine weitere Unterstützung der Initiative geworben werden. „Dass die Kommission bei unserem Treffen angekündigt hat, weitere finanzielle Unterstützung darüber hinaus vorzusehen, ist ein Erfolg, über den wir uns sehr freuen“, so Arimont.

Denn nach wie vor gebe es in verschiedenen Entwicklungsländern Polio-Erreger. Die Krankheit stellt damit weiterhin eine potenzielle Gefahr dar. „Wir wollen dafür sorgen, dass die Kinder in Zukunft in einer von Polioviren befreiten Welt leben können – und das überall. Neben konsequenten Impfkampagnen sind dabei der Aufbau beständiger Gesundheitssysteme und eine gute Ausbildung im Gesundheitssektor der Entwicklungsländer, insbesondere in Afrika und Asien, wichtig. Auch dazu wird ein beachtlicher Teil der gesammelten Beträge eingesetzt. Dass sich diese Investitionen auszahlen, hat sich auch schon bei der Bekämpfung anderer Krankheiten wie Cholera und Ebola erwiesen“, so Arimont, der die EU-Kommission gemeinsam mit über 400 anderen EU-Abgeordneten in einer schriftlichen Erklärung dazu aufgefordert hatte, u.a. im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit weiter konsequent gegen die Kinderlähmung vorzugehen. (red/sc)