,,Niemand kommt gerne nach Eynatten“

Im ersten Aufeinandertreffen der Play-downs vor drei Wochen mussten die Rot-Schwarzen mit der 22:28-Niederlage in Antwerpen einen ersten Dämpfer hinnehmen. Dass man vor dem vierten Aufeinandertreffen in dieser Saison gegen Sasja mit zwei Niederlagen aus den bisherigen drei Spielen die schlechtere Bilanz vorweist, spielt keine Rolle: ,,Wir haben beide Spiele in Sasja mit sechs beziehungsweise sieben Toren verloren. Jetzt ist Sasja jedoch bei uns zu Gast, und die Karten werden neu gemischt. Niemand kommt gerne nach Eynatten, denn wir sind in eigener Halle schwer zu bespielen“, weiß HCER-Spieler Jonathan Vandeberg.

Der 33-Jährige, der aus einer längeren Zwangsunterbrechung wegen einer Verletzung kommt, war in der letzten Woche einer der Garanten für die gute Abwehrleistung während der ersten Hälfte. Diese Leistung ging jedoch nach dem Seitenwechsel völlig zu Bruch: ,,Wir müssen lernen, ein Spiel über die volle Distanz konsequent zu bestreiten. Wir beginnen oft gut und sind in den Schlussphasen eines Spieles zu inkonsequent“, so Eynatten-Raerens Kreisläufer. Trotz neun Heimspielen in Serie ohne Niederlage ist die Thevissen-Sieben gewarnt. Die Gäste aus Wilrijk konnten bisher alle drei Play-down-Spiele gewinnen und scheinen den ,,Abstiegskampf“ von Anfang an perfekt angenommen zu haben.

,,Die Gründe für den Play-off-Modus sind rein sportlicher Natur.“

Das Team um den ehemaligen Nationalspieler und jetzigen Spielertrainer Kevin Jacobs reist als Spitzenreiter an die Lichtenbuscher Straße und wird auf ein Team treffen, das mit Ausnahme von Nicolas Cordewener (fehlt arbeitsbedingt) aus dem Vollen schöpfen kann.

Während Eynatten-Raeren also um den ersten Platz kämpft, muss Konkurrent Visé 2 im Heimspiel gegen Gent unbedingt doppelt punkten. Ansonsten können Gent, Sasja und Eynatten-Raeren bald den Sekt entkorken. Von drohender Langeweile will Jonathan Vandeberg da nicht reden. Vandeberg ist Technischer Direktor des wallonischen Handballverbands LFH, ist neben den Trainerausbildungen auch in der Kalenderkommission und damit in Reformen eingeweiht: ,,Die Play-offs und Play-downs wären nach nur sechs Spielen einfach zu kurz. Die Mannschaften würden lange Zeit keinen Wettkämpfe mehr bestreiten und den Spielrhythmus verlieren. Außerdem wird man durch diese Formel auf höhere Belastungen (beispielsweise die BeNe-League mit 22 Spieltagen plus Finalrunden, A.d.R) vorbereitet. Wer in dem doppelten Play-off-System nach zwölf Spieltagen Erster oder Letzter ist, hat es dementsprechend auch absolut verdient auf-oder abzusteigen. Es sind Kleingruppen mit jeweils vier Mannschaften. In jeder Gruppe sind die Qualitäten ausgeglichen, wodurch also aus sportlicher Sicht zwölf Spiele auf einem gleichen Qualitätsniveau stattfinden. Die Gründe, eine doppelte Play-off/down-Runde zu spielen, sind also rein sportlicher Natur.“

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