Eynatten-Raeren erlebt den GAU

Durch die 28:29-Heimniederlage am letzten Spieltag der klassischen Meisterschaftsphase gegen Uilenspiegel ist aus Sicht des HC Eynatten-Raeren in Sachen Ausgangsposition für die Play-down-Runde der „Größte anzunehmende Unfall“ (GAU) eingetroffen.

Zwar verlor Waasmunster seine Partie bei Bocholt (21:26), doch da bei Punktegleichheit eine ,,Mini-Tabelle“ der direkten Vergleiche der punktgleichen Teams erstellt wird, zieht die Mannschaft von Kurt Rathmes im Dreier-Vergleich mit Waasmunster und Uilenspiegel den Kürzeren und muss dadurch als Letzter mit nur einem Bonuspunkt die Play-downs beginnen.

,,Wir trainieren jetzt eine Woche, ehe alle eine Woche Urlaub haben. Danach müssen wir voll durchstarten. Wir reden darüber, nicht abzusteigen, obwohl dies alles andere als unsere Ambitionen sind und waren“, so HCER-Trainer Rathmes. Seine Mannschaft muss jetzt in sechs Spielen gegen Bocholt (vier Punkte), Uilenspiegel (drei Punkte) und Waasmunster (zwei Punkte) beweisen, dass sie zurecht einen Platz in der 1. Division beansprucht.

Nach der knappen Niederlage gegen Uilenspiegel herrschte absolute Fassungslosigkeit. Die Köpfe aller gingen wohl kaum tiefer nach unten. ,,Ich bin unglaublich enttäuscht. Wir haben die erste Halbzeit nicht wirklich gut gespielt. In unserer 3:2:1-Abwehr haben wir wenig Zugriff bekommen, und in der 5:1-Variante mit Manndeckung passte die Zuordnung nicht, wodurch der Gegner zu einfachen Toren gekommen ist. Offensiv ist uns gegen die Abwehr der Gäste nicht viel eingefallen, da hat zum Glück Vera Mennicken Verantwortung übernommen, sodass wir einigermaßen mithalten konnten“, fasste Rathmes die Gemengelage zusammen. In der Tat war es in der ersten Halbzeit eher eine ,,Mennicken-Show“. Die Rückraumakteurin der Rot-Schwarzen netzte ganze neunmal ein, in der zweiten Halbzeit – der Manndeckung – geschuldet nur noch einmal.

Abgesehen von der 3:2-Führung zu Beginn lief die Heimsieben bis zur zwölften Minute immer einem Treffer hinterher, ehe Uilenspiegel sich ab der 16. Minute, bei zehn Minuten ohne HCER-Treffer, etwas Luft verschaffte: 15:10 (26.).

In einer starken Schlussoffensive sorgte Chantal Dormann mit dem Treffer zum 13:15 dafür, dass es ,,nur“ mit zwei Toren Rückstand in die Kabinen ging.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Begegnung zu einer wahren Zitterpartie. Zwar setzte sich Uilenspiegel zu Beginn mit fünf Toren ab (20:15, 35.), doch Eynatten-Raeren kämpfte sich auf 20:20 (43.) zurück. Die Gäste trumpften zwar nicht dominant und stark auf, dafür aber effizient und klüger. Dem HCER fehlte stellenweise der Zugriff in der Abwehr, das Glück in der Offensive oder aber auch der Rückhalt aus dem Tor. Das Kopf-an-Kopf-Rennen entschieden am Ende die Gäste knapp mit 29:28 für sich. Die Eynatterinnen starten jetzt am letzten Februarwochenende mit einem Heimspiel gegen Waasmunster in die Abstiegsrunde.

HC Eynatten-Raeren: Alexia Theodosiadis, Leonie Pham – Chantal Dormann (5), Lena Kockartz (1), Anna Lauffs (1), Magdalena Madlinska (2), Vera Mennicken (10), Rebekka Moeris, Catherine Baum, Jana Rathmes, Lynn Siffrin, Eva Xhonneux (5), Anne-Catherine Demonthy (2), Natalie Bauer, Jorina Lennertz (2)

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