Die ersten Big Points

Durch den am Ende knapp ausgefallenen Sieg verbessert die Thevissen-Sieben ihr Punktesaldo auf sieben Punkte und hat dadurch fünf Zähler Vorsprung auf den einzigen Abstiegsplatz, den Visé 2 einnimmt. Und auch wenn der Sieg das Lager des HC Eynatten-Raeren zumindest tabellarisch etwas aufatmen lässt, wurde nach dem Schlusspfiff eher die Leistung der zweiten Halbzeit in Augenschein genommen.

HCER DB Gent

33 30

,,Zufrieden bin ich nicht ganz, denn wir wollten den Schwerpunkt auf die Abwehr legen. Die Kompaktheit in der Abwehr ist uns nach dem Seitenwechsel verloren gegangen. Wir haben in der ersten Hälfte souverän Handball gespielt, durch einen guten Mittelblock wenig Gegentore zugelassen und einen starken Emilio Barattini als Rückhalt im Tor gehabt. Leider sind uns diese Dinge abhanden gekommen. Wir müssen lernen, unsere Abwehr noch besser auf den Gegner anzupassen“, analysiert HCER-Coach Bruno Thevissen.

Dass es am Ende zu insgesamt 63 Toren kommen sollte, lies sich nicht von Beginn an ablesen. Beide Offensivreihen agierten nicht gerade ,,stürmisch“. Nach neun Minuten stand ein 3:3 zu Buche, weitere sechs Minuten später (Eynatten-Raeren überstand eine doppelte Unterzahl mit nur einem Tor) ein 4:4. Bruno Thevissen, der auf Jonathan Vandeberg und Sekou Top in der Startaufstellung zählte, sah dank einer dynamischen Abwehr und einem glänzenden Torhüter Barattini nach 16 Minuten einen Umschwung im HCER-Spiel: Vorne bekam man die Fehlpässe und die Nervosität unter Kontrolle und baute sich Stück für Stück den eigenen Vorsprung aus. Nach 10:5 (22.) ging es mit einem komfortablen 17:8 für die Hausherren in die Kabine.

Nach der Halbzeit nahm Thevissen einige Wechsel in seiner Mannschaft vor, wodurch der Faden etwas verloren schien. Wo in der ersten Hälfte kaum Fehlwürfe zu Buche standen, wurden in der zweiten Halbzeit aus aussichtsreichsten Positionen teilweise Torchancen kläglich verballert. Auch von der Abwehr der ersten dreißig Minuten war kaum etwas zu sehen, die Gäste aus Ostflandern schafften es langsam, den Rückstand aufzuholen ,,Wir führen mit neun Toren zur Halbzeit und ich habe in der Kabine trotzdem gewarnt, dass das Spiel noch nicht zu Ende sei. Der Mittelblock hat durchgespielt, es war vielleicht die Müdigkeit die unser Spiel verändert hat“, erklärt Thevissen den Umschwung. Gent erzielte in den ersten neun Minuten der zweiten Halbzeit mehr Treffer als in der gesamten ersten Halbzeit: 23:17 (39.)

Es folgte eine hektische und unsortierte Schlussphase beider Seiten. Gästetrainer Kroyan Syran bescherte seiner Mannschaft mit einer ersten Zeitstrafe einen Bärendienst, die zweite folgte kurz vor Schluss, wodurch seine Mannen das Spiel zwar in doppelter Unterzahl beenden mussten, Eynatten-Raeren mit schnellen Toren aber noch mal gefährlich nahe kamen. Am Ende wusste Thevissen die Wichtigkeit des 33:30-Sieges einzuschätzen: „Alle Spiele, die wir jetzt am Anfang gewinnen sind Big-Points. Jetzt haben wir nicht nur Visé mit fünf Punkten hinter uns, sondern auch Gent mit drei. Jetzt wollen wir natürlich in der nächsten Woche gegen Sasja nachlegen.“

HC Eynatten-Raeren: Max Schunck, Emilio Barattini - Noah Bartholemy (5), Moussa Top, Sekou Top (5), Eric Vreven (6), Nils Thevissen (2), Benjamin Deutz, Raphaël Kötters (7), Mikael Fissette, Janis Beckers (3), Stéphane Géradon (1), Benoît Neuville (1), Jonathan Vandeberg (2),

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