Mit Sieg ein Zeichen setzen

Schon oft wollte oder musste der HC Eynatten-Raeren in dieser Saison in die Spur zurück- oder sie gar erstmals finden. Der momentane Weg zurück in die Spur ist dabei laut HCER-Trainer Bruno Thevissen nicht schwer zu finden, da die Fehler, die für den Austritt aus der Spur gesorgt haben, auf der Hand liegen: ,,Rückblickend auf das letzte Wochenende (28:28 im Heimspiel gegen Visé 2, A.d.R.) ist unsere Analyse unter der Woche sehr einfach ausgefallen. Wir haben uns die Tormöglichkeiten gut erarbeitet, sind aber dann an uns selbst gescheitert. Die Bälle müssen einfach ins Tor, und das wissen die Jungs auch. Noch habe ich die Notwendigkeit nicht gesehen, Trainingsabläufe zu verändern oder meine Ansprachen im Training zu wechseln.“

Die Messlatte lag zu Beginn der Abstiegsrunde mit dem Wunsch, alle zwölf möglichen Siege zu ergattern, hoch. Zu Buche steht nach zwei Partien jedoch noch kein doppelter Punktgewinn. Ob in den bisherigen beiden Spielen eine gewisse Arroganz zu sehen gewesen sei bei seinen Mannen? ,,Arroganz würde ich nicht sagen. Leichtsinnigkeit ist das Wort, das es mehr trifft“, meint Thevissen.

Neben den Offensivschwächen waren es in der Abwehr auch die Vorderleute der Torsteher Emilio Barattini und Max Schunck, die nicht ganz für den gewünschten Ablauf im defensiven Bereich sorgten.

,,Das Augenmerk habe ich im Training stark auf die Abwehrarbeit gelegt. Wir bevorzugen eine offensive Deckung. Das heißt, dass alle Spieler an einem Strang ziehen müssen. Auf einigen Positionen werden Spieler von ihren Mannschaftskollegen im Stich gelassen. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, können wir einen aggressiven und kompakten Abwehrblock stellen“, weiß der 46-jährige Handballlehrer.

Der kommende Gegner Gent wird in einigen Belangen stärker auftreten als Visé 2. Die Gäste aus Ostflandern gewannen ihr erstes Spiel gegen Visé relativ deutlich, fuhren gegen Sasja Antwerpen (,,die lösen ihre Aufgaben souverän“, so Thevissen) jedoch ihre erste Play-down-Niederlage (25:33) ein. ,,Natürlich ist die Tabelle im Moment noch sehr dicht gestaffelt. Mit unseren fünf Punkten liegen wir weiterhin drei Punkte vor Visé 2 (letzter Platz) und einen vor Gent. Die Wichtigkeit eines Sieges am Samstag liegt also auf der Hand“, blickt Bruno Thevissen voraus.

Ein großes Fragezeichen sieht Coach Thevissen an der Ausrichtung der kommenden Gäste: ,,Ich weiß nicht ganz, welches System sie gegen uns spielen werden. Bevorzugen würde ich natürlich eine offensive Ausrichtung, da diese unserem Angriffsspiel mehr liegt“.

Bei dieser Mission werden die Rot-Schwarzen auf Jonathan Deutz verzichten, der sich eine Zerrung des Kreuzbands zugezogen hat.

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?
Die ersten 2 Monate für 1,49€ pro Monat
Jetzt bestellen
Bereits abonniert?