Radio Fantasy hat sich nicht beworben

Das mögliche Aus des freien Rundfunksenders Radio Fantasy (siehe GE vom 15. Oktober) war am Dienstag Thema im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft (PDG). Die PDG-Mandatare Petra Schmitz (ProDG) und Jolyn Huppertz (CSP) hatten der Medienministerin Isabelle Weykmans (PFF) dazu Fragen gestellt. U. a. wollten sie wissen, wie der Informationsfluss in dieser Angelegenheit verlief und warum der Medienrat der DG die Frequenz des Jugendsenders Radio Fantasy an den ostbelgischen Sender Radio Contact Ostbelgien NOW (gehört zum GE-Verlag) vergeben habe. Weykmans stellte zunächst klar, dass der Medienrat eine von der Regierung und Parlament unabhängige Regulierungsbehörde sei, die ihre Befugnisse unparteiisch und transparent ausübe. Weykmans hatte sich für ihre Antworten dort informiert und konnte deshalb ausführen, dass der Medienrat im Januar 2018 eine Frequenzneuaufteilung im Staatsblatt und auf der eigenen Webseite bekanntgegeben habe. In diesem Rahmen wurde auch die bisherige Frequenz von Radio Fantasy (96,7 MHz, Sitz in Raeren-Petergensfeld) neu ausgeschrieben und dem Sendestandort Eupen zugewiesen. Laut des Medienrats werde die Frequenz so „wesentlich effizienter“ genutzt als von ihrem alten Standort aus. Radio Fantasy hatte nicht an der Ausschreibung teilgenommen.

„Allerdings wird der Medienrat laut meinen Infos demnächst eine neue Frequenzzuteilung ausschreiben. So erhält Radio Fantasy erneut die Möglichkeit, sich zu bewerben“, so Weykmans. Das wird allerdings nicht die 96,7 sein. Dass die Neuauschreibung nur im Staatsblatt und auf der Webseite bekanntgemacht und Radio Fantasy nicht direkt informiert wurde, war Bestandteil der Diskussion, die an die Ausführungen der Ministerin anknüpfte. (mv)

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