Ein breites Spektrum

St.Vith

Ähnliches bemerkte auch Laudator Helmuth Hilgers, der den Begriff „Spektrum“ philologisch analysierte und hierbei die Aspekte der Vielfalt, der Buntheit und auch etwas des Spektakels herauskristallisierte. „Die drei Künstler bieten eine tolle Genre- und Gattungsvielfalt, bei der jeder Besucher auf seine Kosten kommen kann“, so der arsVitha-Präsident.

Im Rahmen der Ansprachen war herauszuhören, dass arsVitha es bislang verstanden habe, den Menschen mit einem enormen Spektrum an künstlerischen Betätigungen, sei es Musik, darstellende Kunst, Malerei oder Bildhauerei, Kunst näher zu bringen, Kunst in Ostbelgien salonfähig zu machen. Somit sei die aktuelle Ausstellung auch ein Beweis für die Zusammenarbeit über die Grenzen hinaus.

Monika Bozem dankte stellvertretend für ihre fünf Künstlerkollegen vor allem den lokalen Helfern und Organisatoren für die „typisch unkomplizierte Art des Miteinanders“. „Wir werden in Ostbelgien immer mit offenen Armen empfangen und kein Wunsch ist unmöglich“, so die Künstlerin. Ostbelgien sei zudem sehr kunstinteressiert und für Kunst und Kultur begeisterungsfähig, so dass es für die sechs Mitglieder der „Europäischen Vereinigung Bildender Künstler aus Eifel und Ardennen“ (EVBK) eine Selbstverständlichkeit, eine Ehre und eine Freude zugleich darstelle, eine gemeinsame Ausstellung auszurichten. Die sechs Künstler kennen einander bereits seit Jahrzehnten, viele Freundschaften sind bereits in der Kindheit entstanden, sodass die Ausstellung eine tolle Gelegenheit darstellt, sich gleich mehrere Tage hintereinander mit den Kollegen und Freunden zu treffen, auszutauschen und somit die Freundschaft und Harmonie zu festigen. Für die promovierte Biologin, die in der medizinischen Forschung arbeitet und erst spät zum Malen gekommen ist, ist Kunst ein wichtiger Beitrag in Bezug auf das „Zusammenwachsen“ der Menschen und Nationen. Aus diesem Grund stelle die Kunst auch in unseren unsicheren Zeiten eine unabdingbare Notwendigkeit dar. „Kunst lebt wie wir Menschen von Vielfalt und ist somit die einzige gemeinsame Sprache in Europa und auf der ganzen Welt. In der Kunst haben nationalistische Gedankengüter keinen Platz, denn Kunst steht für absolute Weltoffenheit“, so Monika Bozem abschließend. Die Ausstellung im Foyer des St.Vither Triangel ist noch bis zum 9. Juni während der allgemeinen Öffnungszeiten frei zugänglich.

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