Verletzte bei Stiertreiben in Pamplona

Bei der ersten Hatz ging es sehr turbulent zu.
Bei der ersten Hatz ging es sehr turbulent zu. | Foto: epa

Einen 23-Jährigen aus dem US-Bundesstaat Kentucky habe es besonders schwer erwischt, berichtete der Fernsehsender RTVE. Zwei weitere Spanier wurden nach Klinikangaben wegen Gehirnerschütterungen behandelt. 53 Menschen konnten mit leichteren Blessuren vor Ort vom Roten Kreuz versorgt werden.

An acht aufeinanderfolgenden Tagen werden im Rahmen des „Sanfermines“-Festivals jeweils sechs Stiere und mehrere Leitochsen durch die Gassen der Stadt in die Arena getrieben. Die in Spanien nach wie vor sehr populären Stierläufe werden jeden Morgen live im Fernsehen übertragen. Bei der ersten Hatz - auf Spanisch „Encierro“ - ging es sehr turbulent zu. Sie dauerte zwei Minuten und 41 Sekunden und war damit Medienberichten zufolge relativ schnell.

Gleich mehrere Läufer stürzten, auch ein Stier lag zeitweise am Boden. Die mächtigen Bullen wogen zwischen 540 und 615 Kilo. Der Startschuss zu dem Spektakel, das es bereits seit 1591 gibt, war bereits am Samstag vor Tausenden jubelnden und traditionell ganz in Weiß-Rot gekleideten Menschen gefallen: Um Schlag 12 Uhr wurde vom Balkon des Rathauses die Eröffnungsrakete „Chupinazo“ abgefeuert.

Das Volksfest ist dem Stadtheiligen San Fermín gewidmet. Bei den Mutproben über die 875 Meter lange Strecke werden jedes Jahr Dutzende Teilnehmer verletzt, im vergangenen Jahr waren es 42. Das letzte Todesopfer gab es im Jahr 2009. (dpa)

Andere interessante Artikel auf GrenzEcho.net

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment