Kaufkraft unter Regierung Michel: Arbeitnehmer gewinnen, Pensionierte verlieren

Die Steuerreform hat sich ganz unterschiedlich auf das Portemonnaie der verschiedenen Einkommensgruppen ausgewirkt.
Die Steuerreform hat sich ganz unterschiedlich auf das Portemonnaie der verschiedenen Einkommensgruppen ausgewirkt. | Foto: dpa

Die Ökonomen André Decoster und Toon Vanheukelom haben im vergangenen Jahr die Auswirkungen der Politik der Föderalregierung auf die Kaufkraft der verschiedenen Einkommensgruppen analysiert. Damals haben Decoster und Vanheukelom allerdings nicht zwischen Erwerbstätigen, Arbeitslosen und Rentnern unterschieden, was sie nun nachgeholt haben.

„Wer arbeitet, profitiert aufgrund der Steuerreform (Tax Shift)“, sagt Decoster. So ist die Kaufkraft von Arbeitnehmern im Durchschnitt um 4,4 Prozent gestiegen. Niedriglohnarbeiter (+7 Prozent) gewinnen dabei mehr als Mittel- (+5,4 Prozent) oder Besserverdiener (+2,3 Prozent).

Bei der Berücksichtigung des Familieneinkommens sind es vor allem die Haushalte der oberen Mittelklasse, deren Kaufkraft sich verbessert hat. Kurzzeitarbeitslose, die nach weniger als einem Jahr wieder einen Arbeitsplatz finden, haben ebenfalls deutlich an Kaufkraft (+ 4,5 Prozent) gewonnen.

Die Nachsicht haben derweil Langzeitarbeitslose und Rentner: Die Kaufkraft von Langzeitarbeitslosen, die seit mehr als einem Jahr nicht mehr gearbeitet haben, hat sich nur um durchschnittlich 0,8 Prozent verbessert, die von Rentnern um knapp 0,2 Prozent. Menschen mit niedrigen Renten erlitten laut VRT sogar einen leichten Kaufkraftverlust. (belga)

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