Streik in Belgiens Gefängnissen: Sondereinsätze kosteten knapp drei Millionen Euro

Ein Blick auf das Gefängnis in Merksplas
Ein Blick auf das Gefängnis in Merksplas | Foto: belga

Wie die Tageszeitung „De Tijd“ berichtet, sind durch die Sondereinsätze der Beamten Kosten in Höhe von knapp drei Millionen Euro entstanden.

Von den 257 Streiktagen fanden 139 in Flandern, 91 in der Wallonie und 27 in der Region Brüssel-Hauptstadt statt. Am häufigsten wurde übrigens im Gefängnis von Merksplas in der Provinz Antwerpen protestiert: Ganze 38 Tage wurde die Haftanstalt bestreikt.

Als Grund für die Arbeitsniederlegung führten die Gefängniswärter vor allem die Mindestdienstleistung im Falle eines Streiks ins Feld.

Wirklich von Erfolg gekrönt waren die Protestaktionen aber nicht. Denn die Abgeordnetenkammer hat im März schlussendlich ein Gesetz verabschiedet, das besagt, dass eine Haftanstalt 48 Stunden nach einem Streikausbruch Mitarbeiter zum Dienst verpflichten kann.

Im Falle eines längeren Streiks soll so nicht nur das Leben der Gefängnisinsassen geregelt bleiben - sodass sie trotz Protest zum Beispiel duschen oder Kontakte zu ihren Anwälten pflegen können -, sondern auch die Kosten für die Sondereinsätze der Polizei deutlich minimiert werden. (belga)

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