Simar, Arimont und Co. (CSP): Zweitsprache Französisch – Ergebnis unbefriedigend

Es ist verständlich, dass sich die Mehrheit – allen voran die ProDG – vor die Arbeit der Paasch-Regierung stellt, die nach wie vor von einer gelungenen Zweitsprachenförderung in der DG spricht. Die Erfahrungen sprechen allerdings eine andere Sprache: Unsere Jugendlichen haben 15 Jahre lang Kontakt mit der französischen Sprache, der gewünschte positive Effekt bleibt aber aus. Das sagen nicht wir. Das sagen viele Eltern, Geschäftsleute, Betriebsleiter, öffentliche Verwaltungen, Lehrer und natürlich auch Schüler. Nicht zuletzt der Mittelstand beklagt die mangelnde Französischkenntnisse bei den Auszubildenden. Daher bleiben wir dabei: Wir brauchen mehr französischsprachigen Fachunterricht in unseren Sekundarschulen. Außerdem brauchen wir eine spürbare Förderung des praktischen Gebrauchs der Zweitsprache im gesellschaftlichen Umfeld. Denn Sprache muss gelebt werden. Wir wünschen uns für diese Debatte endlich weniger Ideologie – insbesondere von der ProDG. Sprachautonomie bleibt wichtig. Sie darf aber nicht auf Kosten unserer Mehrsprachigkeit gehen. Denn die Mehrsprachigkeit ist ein klarer Standortvorteil für unsere Gegend und die Menschen, die hier leben. Dass die fehlenden Deutschkenntnisse in unserer Nachbarregion immer noch als Argument dafür herhalten, dass wir die Kompetenz unserer Bürger in Französisch nicht weiter verbessern sollten, ist wenig zukunftsweisend. Die Zukunft gehört gut qualifizierten und sprachgewandten jungen Menschen! Diesen enormen Vorteil, den uns unsere Region bietet, sollten wir nicht verspielen!

Kommentare

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  • Welche sind denn die konkreten Vorschläge der CSP zur Förderung der Zwei-/Mehrsprachigkeit? Wo sind die konstruktiven Beitr¨äge? Zu sagen, "viele" (wieviele? repräsentativ?) seien nicht zufrieden, ist eine aus dem Topf der Emokratie geschöpfte politische Aussage, aber keine objektive Feststellung. Weniger Befindlichkeiten und mehr Fakten stünden der Politik im Allgemeinen zugute. Die CSP ist oft "dagegen", aber "wofür" ist sie eigentlich? Das scheint mir noch etwas schleierhaft zu sein.