Schilf muss Galmeiflora weichen

Gelände rund um den Casinoweiher in Kelmis nimmt weiter Form an

Einsatz im Sinne der Natur auf der Halde am Casinoweiher in Kelmis. Im Hintergrund der kleine, vom Schilf befreite Teich.

Die Gestaltung des Naherholungsgebietes rund um den Casinoweiher in Kelmis nimmt weiter Form an.

Unter Federführung der Naturschutzorganisation „Ardenne et Gaume“, die die Haldenflächen 2006 erworben hat, und von zehn freiwilligen Helfern aus Kelmis fand jetzt der inzwischen dritte Einsatz statt.

„Die angrenzende Halde und den Teich haben wir seit dem Frühjahr immer wieder von Schilf befreit, da dieses alle anderen Pflanzen überwuchert. Denn unser Ziel ist es, dass sich hier stattdessen die Galmeiflora ansiedelt. Erste Erfolge sind schon sichtbar: So haben wir zuletzt die seltene Frühlingsmyrrhe hier wachsen sehen“, so Naturführer Robert Schmetz aus Kelmis, der die Aktionen federführend begleitet. Der Boden der Halden ist eigentlich hochgiftig, denn um 1860 wurden die bei der Erzwäsche anfallenden Schlämme und Schlacken aus dem Bergbau hier deponiert. Einzig die Galmeiflora, die u.a. auch in Stolberg zu beobachten ist, kann hier gedeihen.

Doch auch seltene Insektenarten finden auf der Halde ein gutes Zuhause, zum Beispiel die unter striktem Artenschutz stehende Blauflüglige Ödlandschrecke oder verschiedene Libellenarten wie Plattbauch, Großer Blaupfeil oder Schwarze Heidelibelle, die sich auf der Halde tummeln.

Direkt am Spazierweg entlang des Casinoweihers wird ein Regenunterstand gebaut, nachdem die bisherigen baufälligen Hütten abgerissen werden mussten.

Mehr dazu in der GrenzEcho-Dienstagausgabe und hier.

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