Jede dritte Frau fühlt sich im Job benachteiligt

"Emanzipationsbarometer"

Foto: dpa

In Belgien ist jede dritte Frau der Ansicht, dass es für das weibliche Geschlecht nach wie vor schwer ist, im Job Karriere zu machen. Das geht aus dem „Emanzipationsbarometer“ hervor – einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (Gfk) im Auftrag der Vereinigung „Amazone“, die sich für die Gleichbehandlung von Mann und Frau einsetzt.

Ein Teil der Umfrage befasst sich mit der Gleichstellung der Frau im Beruf. Mehr als ein Drittel der Befragten glauben, dass Frauen bei Neueinstellungen benachteiligt werden, schlechtere Aufstiegsmöglichkeiten haben und weniger verdienen. 28 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass "Frau sein" ein Hindernis für die berufliche Karriere ist. Laut einer Studie der Uni Gent ist es tatsächlich so, dass Frauen weniger häufig für Beförderungen infrage kommen. 

Annie Cornet von der Universität Lüttich (ULg) betont: "Problematisch ist vor allem der Mutterschaftsurlaub und dass Mütter gelegentlich am Arbeitsplatz fehlen, weil beispielsweise die Kinder krank sind." Laut der Umfrage finden vier von zehn Männern, dass 15 Wochen Mutterschaftsurlaub ausreichend sind. Nur ein Viertel der Frauen teilen diese Ansicht. Nach wie vor sei es wichtig, dass Unternehmen sich besser organisieren, um Abwesenheiten aufgrund von Schwangerschaften so gut wie möglich zu überbrücken und die Rückkehr der Mutter in den Betrieb zu vereinfachen. "Es reicht nicht aus, sich eine Woche vor dem Mutterschaftsurlaub Gedanken über einen Ersatz zu machen."

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