Belgien lebt ab dem 1. Dezember auf Pump

Steuereinnahmen bis zum Ende dieses Monats aufgebraucht

Illustrationsbild: dpa
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Ab dem 1. Dezember muss die belgische Regierung mit geliehenem Geld wirtschaften. Die eigenen finanziellen Mittel (Steuereinnahmen) sind dann aufgebraucht. Im europäischen Vergleich liegt das Land damit im guten Mittelfeld. Spanien und Frankreich sind bereits jetzt auf Kredite angewiesen. Das geht aus einer Studie hervor, die das wirtschaftswissenschaftliche Institut Molinari veröffentlichte.

Von den 28 EU-Staaten gehört Belgien zu den Ländern, die mit ihren Steuereinnahmen relativ gut wirtschaften: Hier reichen die Steuereinnahmen bis zum 1. Dezember 2015 aus, um alle Ausgaben des Staates zu decken. Für die letzten 31 Tage des Jahres muss Belgien von Krediten leben. Mit leichten Sparanstrengungen könnte Belgien in die Klasse der Musterschüler aufsteigen, heißt es in der Studie.

Slowenien, Frankreich, Großbritannien, Finnland, Griechenland, Ungarn, Italien, Irland, die Slowakei und Polen leben seit November auf Pump.

In den Niederlanden reichen die Steuereinnahmen bis zum 16. Dezember. Vorzeigeland in Europa ist Dänemark, wo die Steuereinnahmen bis zum 12. Januar 2016 reichen. Deutschland kommt mit dem Geld bis zum 9. Januar aus, Litauen bis zum 8. und Estland bis zum 5. Januar 2016.

Am anderen Ende der Tabelle befinden sich Länder wie Zypern, wo das Geld schon seit dem 12. Oktober nicht mehr reicht oder Portugal, Bulgarien, Kroatien, Spanien.

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