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[11.03.2010]
Ortsbesichtigung im ehemaligen Sanatorium in Eupen / Künftiger Parlamentssitz gleicht einer Ruine / Bunte Obergeschosse

»Hier bleiben nur noch die Wände stehen«

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Links: Parlamentspräsident Ferdel Schröder am Mittwoch beim Ortstermin im ehemaligen Sanatorium am Eupener Kehrweg. Rechts: Blick ins Erdgeschoss des Gebäudes. Hier erkennt man den ehemaligen Speisesaal des Internates, in dem der Plenarsaal entstehen würde, sollte auf einen Anbau verzichtet werden. Deutlich zu erkennen sind Schäden an der Decke und Schutt auf dem Boden - Nachwehen der vorgenommenen Untersuchungen in der letzten Zeit.
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Von Christian Schmitz

Unzählige Male ist das ehemalige Sanatorium am Eupener Kehrweg in der Debatte um den Parlamentsumzug von außen gezeigt worden. Doch wie sieht es im Innern dieses Traditionsgebäudes aus?

Um dieser Frage nachzugehen, bat das Grenz-Echo Parlamentspräsident Ferdel Schröder (PFF) am Mittwoch um Einlass. Bei der Ortsbesichtigung am künftigen Parlamentssitz waren außer Schröder Guido Belleflamme, Leiter der PDG-Abteilung Allgemeine Verwaltung. sowie Schröders Mitarbeiter Alexander Stärk dabei. Im Innern gleicht das Sanatorium einer Ruine: Überall liegen Schutt und Gerümpel; unterhalten wird das Gebäude seit vielen Monaten nicht mehr.

Analysen

»Das sieht natürlich erst so aus, nachdem verschiedene Untersuchungen durchgeführt worden sind, um den Bauzustand zu überprüfen und eine Schadstoffanalyse vorzunehmen«, erklärte Belleflamme dem Grenz-Echo. Gleich rechts neben dem Eingangsbereich befindet sich ein größeres »Kaminzimmer«, aus dem das Büro des Parlamentspräsidenten werden soll. Links vom Eingangsbereich liegt der frühere Esssaal des Internats mit den angeschlossenen Küchenanlagen. »Laut der Variante mit dem im Altbau integrierten Plenarsaal würde dieser hier entstehen«, erklärte Ferdel Schröder. Nach dem nun bevorzugten Projekt soll dieser Plenarsaal allerdings in einem Neubau entstehen, der mit dem bestehenden Gebäude verbunden wird. Auch das erste und zweite Obergeschoss des Sanatoriums befinden sich in einem erbärmlichen Zustand. Beide Etagen sollen in Zukunft von der Verwaltung genutzt werden. Bis dahin steht noch viel Arbeit an, denn Technik- und Sanitäranlagen sehen auch hier sehr veraltet aus. »Hier bleiben eigentlich nur die Wände stehen, der Rest wird erneuert«, sagt Schröder. Alle Obergeschosse sind in bunten Farben gehalten. Die dritte Etage soll nach dem PDG-Umzug den Fraktionen gehören. Am Montag trifft das Parlament die Entscheidung über seinen Umzug: Alles sieht danach aus, als entscheide man sich für eine »abgespeckte« Version der so genannten Variante 3 (Sanierung des Sanatoriums und Ergänzung durch einen Erweiterungsbau für den Plenarsaal).

Infos im Netz

Die Gesamtkosten dafür sollen 16,65 Millionen Euro betragen. Nicht ausgebaut werden soll laut Projektvorhaben - vorerst zumindest - das fensterlose Dachgeschoss, das allerdings ebenfalls einer dringend benötigten Renovierung unterzogen wird. »Während der Bauphase wird es für die Bevölkerung auch Möglichkeiten der Besichtigung geben«, kündigte PDG-Präsident Ferdel Schröder an. Außerdem soll im Internet eine spezielle Seite eingerichtet werden, die über den Fortschritt der laufenden Arbeiten Auskunft gibt und Informationen zum Gebäude, beispielsweise zur Geschichte, liefert.

Weitere Infos auf der Internetseite des PDG unter www.dgparlament.be .



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Kommentare

Wis
11.03.2010 19:46

Die grosse Überraschung wird am Tage der Submissionseröffnung kommen

(bisher 0 Empfehlungen)


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