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Eifel / Ardennen [11.03.2010] Besorgniserregende Entwicklung trotz durchweg stabiler Zahl der Drogenkonsumenten Der Drogenhandel hat auch in der Eifel zugenommenVon Arno Colaris Eifel Die Tatsache, dass sich vor einigen Wochen 27 junge Leute - überwiegend aus der Eifel - wegen Drogendelikten vor dem Eupener Strafgericht zu verantworten hatten und es eine Drogentote aus der Gegend zu beklagen gab, hat die Öffentlichkeit aufschrecken lassen. Wir sprachen mit Hauptinspektor Robert Rommes, Leiter des Büros für Präventionsarbeit und Verkehrssicherheit der Polizeizone Eifel, über die Entwicklung der Drogenkriminalität in unserer Gegend. Robert Rommes glaubt trotz der oben angeführten traurigen Begebenheiten nicht, dass es in jüngster Zeit zu einer Verschärfung dieser Problematik gekommen ist. »Es wäre sicherlich falsch, zu behaupten, dass sich die Situation verbessert hat, und die Aufgriffe sind häufig dem Zufall überlassen, aber die Zahl der Drogenkonsumenten ist nach unseren Erkenntnissen stabil geblieben.« Dealen für den Eigenbedarf Dennoch sei eine besorgniserregende Entwicklung festzustellen: »Früher wurden Drogen meist nur für den Eigenbedarf besorgt. Inzwischen gibt es auch in unserer Gegend immer mehr Drogenabhängige, die auch dealen, um ihren Eigenbedarf abzudecken.« Mit der Konsequenz, dass sich immer mehr Leute einer Strafverfolgung aussetzen: »Die Gerichtsbarkeit verfolgt Drogenkonsumenten nicht so sehr, doch wird gegen Dealer umso härter vorgegangen. Dies gilt auch für Personen, die Sammelbestellungen für ihren Bekanntenkreis in den bekannten Drogenbeschaffungszentren wie Maastricht oder Aachen besorgen. So kommt es, dass bei jeder Ermittlung neue Namen auftauchen und sich wie zuletzt eine ganze Reihe von Personen vor Gericht wiederfinden.« Besonders tragisch ist es natürlich, wenn, wie jüngst der Fall, auch in unserer Region Drogentote zu beklagen sind. »Das Muster bleibt immer dasselbe: Klassische Suchtmittel wie Tabak, Alkohol oder auch Cannabis sind die Einstiegsdrogen. Es gibt Menschen, die über Jahre hinweg nur Cannabis rauchen, doch bilden sie eine Ausnahme, denn die allermeisten, die mit Cannabis in Berührung kommen, greifen irgendwann auch zu härteren Drogen«, weiß Robert Rommes aus Berufserfahrung. »Wenn es beim gelegentlichen Drogenkonsum bleibt, so ist dies sozial noch einigermaßen vertretbar, doch wirkt sich eine Drogenabhängigkeit in der Regel sehr nachhaltig auf das Umfeld des betroffenen Menschen aus: Nicht nur die eigene Gesundheit wird aufs Spiel gesetzt, auch die schulischen Leistungen leiden und die Arbeit wird vernachlässigt. Nicht zufällig sind die meisten Drogenabhängigen arbeitslos, weil sie nicht mehr zuverlässig sind und ihren Job verlieren.« Hinzu komme das Problem der Beschaffungskriminalität, das auch der Polizei viel Arbeit bereitet. »Das fängt an beim Handyklau in der Schule über das Aufbrechen von Autos bis hin zu Einbrüchen in Fußballkantinen oder größeren Einbruchdelikten. Die Kette der widrigen Umstände, die mit dem Drogenkonsum verbunden ist, ist sehr lang.« Um einen Kommentar schreiben zu können müssen Sie angemeldet sein. |
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