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[11.03.2010]
Zur Feier des 50. Jahrestages der Unabhängigkeit der ehemaligen belgischen Kolonie

König Albert II. darf in den Kongo reisen

Im Juli 1985 besuchte der damalige belgische König Baudouin (links, mit Kongo-Machthaber Mobutu) die ehemalige belgische Kolonie. Es war der letzte Besuch eines belgischen Staatsoberhauptes im Kongo.
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König Albert II. darf im Juni in die Demokratische Republik Kongo reisen. Dort soll der 50.Jahrestag der Unabhängigkeit von der früheren Kolonialmacht Belgien gefeiert werden.

Die von Premierminister Yves Leterme (CD&V) geführte Föderalregierung gab am Mittwoch in Brüssel grünes Licht für die Visite, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf Informationen von Außenminister Steven Vanackere (CD&V). Die genauen Bedingungen der königlichen Visite müssten noch festgelegt werden, sagte der flämische Christdemokrat. Dazu gehöre die Zusammensetzung der Delegation. Finanzminister Didier Reynders (MR) forderte, es müsse sich eine »vernünftige Delegation« auf den Weg machen, um den Eindruck zu vermeiden, dass Belgien mit Kongo »Verbindungen im Kolonialstil« behalten habe. Die CD&V, die PS und die CDH standen einem Königsbesuch von Anfang an positiv gegenüber. Auch die MR erachtete einen solchen Schritt als »opportun«, jedoch sollte mit dieser Reise auch eine politische Botschaft verbunden sein. So müsste auch über die Missstände gesprochen werden. Der für Entwicklungszusammenarbeit zuständige Föderalminister Charles Michel (MR) erinnerte daran, dass der Kongo seine Hausaufgaben in Sachen Einhaltung der Menschenrechte und Bekämpfung der Korruption nicht immer mache. PS-Vizepremier Laurette Onkelinx forderte unterdessen »eine Botschaft an das kongolesische Volk«. Vor allem die flämischen Liberalen der Open VLD standen einer solchen Reise des Königs besonders reserviert gegenüber. Der ehemalige Open-VLD-Außenminister Karel De Gucht hatte sich sogar mit Kongo-Präsident Kabila eine handfeste Auseinandersetzung geliefert. Laut Experten handelt es sich um eine politische Mission des Königs, die mit der Föderalregierung abgestimmt werden muss. Im politischen Alltag nimmt der Monarch nur durch Stellungnahmen, Vorschläge oder Mahnungen Einfluss auf die politischen Akteure. Kongos Präsident Joseph Kabila hatte im Januar das Staatsoberhaupt für die Feiern eingeladen.

Im Sommer 1985 besuchte der damalige belgische König Baudouin das afrikanische Land, seitdem gab es keine königlichen Besuche aus der früheren Kolonialmacht mehr.



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