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Eifel / Ardennen
[09.01.2007]
79. Stiftungsfest des Königlichen Musikvereins »St.Lambertus« Manderfeld

Trotz Mammutprogramms musikalische Kurzweil

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Der Musikverein St. Lambertus Manderfeld erfuhr die Eingliederung seiner Nachwuchsriege als eine Frischzellenkur.
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Von Gerd Hennen

Manderfeld

Zu seinem mittlerweile 79. Stiftungsfest lud der Königliche Musikverein »St. Lambertus« aus Manderfeld am vergangenen Samstagabend ein. Im bis auf den letzten Platz besetzten Saal Henkes präsentierte sich das Ensemble unter der Leitung von Patrick Simons in Bestform.

Eröffnet wurde der Konzertreigen mit dem deutschen Konzertmarsch »Jubelklänge« aus der Feder von Ernst Uebel, bevor sich Präsident Eric Theissen für die stete Unterstützung während des gesamten Jahres bei der Dorfbevölkerung, sowie den Freunden, Bekannten und Sponsoren bedankte. »Wir verfügen derzeit über eine stattliche Nachwuchsriege, was für unseren Verein einer Frischzellenkur gleichkommt. Mit diesem Elan blicken wir optimistisch in die Zukunft«, so der Vorsitzende.

Frischzellenkur

Mit der »Kleinen Ungarischen Rhapsodie« von Alfred Bösendorfer entführten die Manderfelder Musiker das aufmerksame Publikum in die Zigeuneridylle der Puszta, wo unter anderem der rhythmische Czardas beheimatet ist. »Flammende Herzen« (Roland Kohler), sowie der KinomusikMitschnitt »Brass Off!« mit den Teilwerken »Wilhelm Tell«, »The Floral Dance« und »Land of Hope and Glory« in einem Arrangement von John Staff rundeten den exzellenten Vortrag der Gastgeber ab. Die Fortschritte des Nachwuchsensembles stellte im direkten Anschluss Leiterin Arian Haas-Gabriel mit dem Luigi di Ghisallo-Werk »Sun Calypso« unter Beweis, bevor die Jugend-Percussions-Band von Horst Huppertz zwei Übungswerke von Dante Agostini zum Besten gab. Auch bei der Auswahl der musikalischen Gäste bewiesen die Manderfelder ein gutes Händchen. Das Königliche Tambourkorps 1929 Elsenborn unter der Leitung von Bernard Schäfer trat im Auftrag der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Manderfeld auf und bot dem Publikum Einblicke in die musikalische Bandbreite der Trommler- und Pfeiferkorps. Neben schwungvollen Evergreens wie »Granada«, »Rio Bravo«, »My Way«, »The Entertainer«, Grönemeyers »Mambo« sowie dem Vangelis-Megahit »Chariots of Fire« wagten die Elsenborner zudem Abstecher in die Klassik, wobei vor allem der Bach-Orgelohrwurm »Toccata« Bewunderung ob der perfekten Harmonie der verschiedenen Xylofone und Marimbas weckte.

Weltmusik

Auch Weltmusik in Form von südamerikanischer Folklore in dem Stück »Ratita« sowie urtypische Volksmusik mit der »Löffelpolka« oder dem Flötensolo »Gesang der Lerche« hatten das Tambourkorps in petto. Zur Belustigung der Gäste trug eine Abwandlung der 5. Symphonie von Ludwig Van Beethoven, bei der Dirigent Bernard Schäfer seine theatrale Ader unter Beweis stellte. Das Trommlersolo »Funny Sticks«, der Einsatz des in Elsenborn patentierten »Jupilofons« sowie der Abschlussklassiker »Abschied der Gladiatoren« bescherten dem dankbaren Publikum ein harmonisches Konzertende.

Zu vorgerückter Stunde betrat dann der Kgl. Musikverein »Cäcilia« Oudler die Manderfelder Konzertbühne. In der ersten Kategorie beheimatet, luden die »Blaujacken« unter der Leitung von Harald Mollers nach dem Sousa-Marsch »Semper Fidelis« zu einer Reise in die Welt der Big-Band- und Swingmusik ein. »Can't take my eyes off you« und der Duke-Ellington-Klassiker »It don't mean a thing« animierten zum Mitmachen, während das »Saxophone Jubilee« von Harm Evers den exzellenten Saxophonsatz der Cäcilia-Riege hervorhob.

Ernst Mosch

Auch volksmusikalisch wussten die »Blaujacken« an diesem Abend zu überzeugen. Mit dem Zusammenschnitt »Dankeschön, Ernst Mosch« in einem Arrangement von Franz Watz erklangen noch einmal die schönsten Mosch-Perlen, bevor der Parademarsch »Mein Regiment« (H.L. Blankenburg) das Finale einläutete. Das Cäcilia-Gesangsduo Harald Mollers und Mäggy Duprez sagten schließlich leise »Gute Nacht«, bevor das Ensemble unter Protest mit dem »Musikerstreik« die Manderfelder Konzertbühne endgültig verließ.

Ein gelungener Konzertabend, der dem interessierten und aufmerksamen Publikum trotz seines geballten Programms Stunden der musikalischen Kurzweil bescherte.








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