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Eupener Land
[05.11.2007]
Einstufungen bei den Spielmannszügen und Drum-Bands

Hohes Niveau der letzten Wertung bestätigt

Wenn es auch nicht zum Klasse-Ergebnis von vor vier Jahren reichte, so kann das Tambourkorps Elsenborn doch stolz auf 80 Punkte sein.
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Bravouröse 81 Punkte gab es für die Drumband der Kgl. Harmonie Musikverein Kettenis in der Exzellenzklasse. Die Musiker präsentierten »Marching Style« (Davy Brands) und »Bombacaja« (Jan Schipper).
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Von Joachim Peters

Kettenis

Großer Jubel bei den einheimischen Musikern und Supportern aus Kettenis und Raeren, Freude und nicht minder Stolz bei den angereisten Elsenbornern: Die Einstufungen der im Ketteniser Sportzentrum angetretenen Spielmannszüge und Drum-Bands löste allgemeine Zufriedenheit aus.

Den Beginn machte der Königliche Spielleuteverein 1907 Raeren unter dem Dirigat von William Trips in der ersten Kategorie. Die 24 Musikerinnen und Musiker mussten wie ihre Nachfolger je ein Marschwerk im Gehen und ein Konzertwerk präsentieren.

Nach der Interpretation von »Veronique« von P.P.J.M. Janssen und der aus kleinen reizvollen Einzelstücken bestehenden Kleinen Suite für Pfeiferkorps von P.H.Wolters fragte das Grenz-Echo Spielleute-Mitspieler Ralf Schaus nach seinen Eindrücken vor der mit Spannung erwarteten Wertung. »Als Orchestermusiker ist man natürlich sehr konzentriert bei der Sache und macht sich während des Musizierens keine Gedanken über anschließende Noten. Aber ich denke, wir haben die erste Kategorie verteidigt. Ein Ergebnis im Rahmen der Wertung vor vier Jahren oder knapp drüber: Das wäre ein schöner Erfolg.«

Steigerung

Schade, dass der musikerfahrene und daher vielleicht eher zum kritischen Understatement neigende GE-Reporter Ralf Schaus – er musste gleich zum nächsten Termin weiterfahren – dann nicht mehr den tosenden Jubel seiner Mitspieler miterlebte: Die Juroren stuften die Raerener weiter in der ersten Kategorie, aber diesmal mit 85,9 von 100 möglichen Punkten ein. Die Steigerung um mehr als zehn Punkte - vor vier Jahren standen 75,3 zu Buche: Eine schöne, verdiente Zugabe zum 100-jährigen Bestehen des Vereins um Präsident Jacky Ploumen.

Gar eine Klasse höher – in der Exzellenzklasse – wollten sich erneut die Drumband der Königlichen Harmonie Musikverein Kettenis und das Königliche Tambourkorps Elsenborn 1929 beweisen. Beide übersprangen dabei die nötige Marke von 70 Prozent quasi spielend. Dirigent Roland Biermanns führte die Drumband Kettenis (Präsident Freddy Betsch) mit dem »Marching Style« von Davy Brands und dem mit mittel- und südamerikanischen Rhythmen versehenen Konzertwerk »Bombacaja« von Jan Schipper auf bravouröse 81 Punkte.

Trotz leichter Einbußen gegenüber der letzten Wertung (83,7 Punkte) überrundeten die Ketteniser diesmal sogar das starke, von Dirigent Bernard Schäfer angeführte Tambourkorps aus Elsenborn (Präsident Robert Offermann).

Glatte 80 Punkte gab es hier zu verzeichnen. Wenn auch das Klasse-Ergebnis von 85,7 vor vier Jahren nicht erreicht wurde - es gab nur strahlende Elsenborner Gesichter. Der Tambourmajor der mittlerweile 41 Frau und Mann starken Truppe schätzte das Ergebnis sogar zumindest so hoch ein wie das Ausnahmeergebnis wie vor vier Jahren: »Wir haben viele junge und sehr junge Musiker in den letzten Jahren eingebaut. Wir sind auf einem sehr guten Weg, wenn auch die Integration und Homogenität ihre Zeit brauchen.«

Vor allem die starke Flötengruppe ist ein Pfund, mit dem die Elsenborner für die Zukunft wuchern können. Sie setzte sich hervorragend beim Konzertwerk »Bredestede« von P.H. Wolters mit seinen vielfältigen Rhythmen, Tanzstilen und Dur-Moll-Wechseln in Szene. Für den Beobachter war dieses Stück zweifellos die beste musikalische Darbietung der Einstufung im Samstagsprogramm.

Fragen

Warum es letztendlich dann doch »nur« zu einem Gesamtergebnis knapp unter der Ketteniser Marke gereicht hat? Lag es etwa an der Marschwertung? Oder an der laut Tambourmajor noch zu erreichenden reifen Homogenität eines im weiteren Aufbau begriffenen, jungen Tambourkorps?

Die Wertung in vier Jahren wird diese und andere Fragen beantworten. Bis dahin dürften alle eingestuften Spielmannszüge und Drum-Bands mit voller Motivation ihre musikalische Arbeit angehen. Zumal im Verfolg der Einstufung wie immer Konzertzuschüsse seitens der Deutschsprachigen Gemeinschaft und des Verbandes Födekam fließen.

Über die Einstufung der Instrumentalensembles, die gestern im Jünglingshaus in Eupen stattfand, berichten wir ausführlich in der morgigen Ausgabe. Die Wertungen sind bereits in der nebenstehenden Tabelle zu finden.



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