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Eifel / Ardennen
[31.03.2009]
24. Freundschaftstreffen der vier Eifeler Spielmannszüge in Bütgenbach

Ein stetig steigendes Niveau bei Eifeler Spielmannszügen

Das musikalische Niveau der Eifeler Spielmannszüge ist in den vergangenen Jahren nach Expertenaussagen beträchtlich gestiegen.
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Freundschaftstreffen der Spielmannszüge in Bütgenbach: Unter der Leitung von Werner Wey bildeten die vier Vereine am Ende des Konzertabends ein 120 Musiker starkes Orchester.
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Bütgenbach

Die Freundschaft und die Verbundenheit pflegen, das haben sich die vier Eifeler Spielmannszüge zum Ziel gesetzt: Seit 24 Jahren treffen sich die Musiker der Spielmannszüge aus Bütgenbach, Büllingen, Elsenborn und Mürringen, um gemeinsam zu musizieren und den Kontakt zu den anderen Vereinen zu pflegen.

Das kameradschaftliche Musiktreffen der Eifeler Spielmannszüge hat Tradition. Seit 1985 treffen sie sich am Wochenende nach Mittfasten, wie Christine Bertrand eingangs des Konzertabends mitteilte.

Die Rocheratherin, die seit 21 Jahren begeistertes Mitglied des Bütgenbacher Vereins ist, sagte die einzelnen Musiktitel an. Ziel dieser Treffen ist die Freundschaft unter den vier Formationen zu festigen, aber auch den anderen Zügen zu zeigen, welche Musikstücke in den vergangenen Monaten neu einstudiert wurden. »Wir freuen uns jedes Jahr auf diesen Konzertabend, für den wir das ganze Jahr über fleißig geprobt haben«, bemerkte der Bütgenbacher Vereinspräsident Walter Leyens, »denn wir können viel voneinander lernen.«

Die wöchentliche Probearbeit erfordere viel Kraft und Anstrengung und komme so auch den befreundeten Vereinen zugute. So kam es, dass am Samstagabend im Saal Brüls nicht nur Altbekanntes, sondern auch neue Klänge zum Besten gegeben werden. Darüber hinaus wirke der Abend motivierend auf die Vereine, fügte der Präsident hinzu, »denn es ist nicht einfach, die Jugend im Verein zu halten«, zu groß seien die Angebote heutzutage.

Tradition

Die Tradition der Freundschaftstreffen hat sich bis heute erhalten und zeigt, dass sie einem echten Bedürfnis entspricht. »Nach dem Konzertabend tauschen wir auch über Schwierigkeiten aus, die wir in unseren Vereinen kennen«, erzählt Walter Leyens, der dem ausrichtenden Verein seit 16 Jahren vorsteht. Der Ort wechselt jährlich, sodass im nächsten Jahr die Elsenborner zum Gemeinschaftskonzert einladen werden.

Alle vier Ensembles präsentierten ihr vielfältiges Repertoire, das neben Marschmusik und Polka, mehrere spannende Konzertstücke zu bieten hatte. Fast 120 Musiker im Alter von zehn bis etwa 60 Jahren standen abwechselnd auf der Bühne und spielten für die begeisterten Zuhörer Stücke wie Deutschmeisters Regimentsmarsch, Dance Floor Charamba oder Jungle Dance und die Fuchsgraben-Polka. Orchestermusik vom feinsten wurde gespielt. Dass Querflöten auch leise und melodisch klingen können, wurde meisterhaft mit auf- und abschwellendem Klang intoniert.

So spielte der Kgl. Spielmannszug »St. Aloysius« Mürringen unter der Leitung von Tambourmajor Walter Pesch (60), der den Verein seit genau 40 Jahren dirigiert. Der Büllinger Verein, der wie der Elsenborner in diesem Jahr sein 80-jähriges Bestehen feiert, steht seit fünf Jahren unter der Leitung der 30-Jährigen Elke Bormann. Seit acht Jahren steht das Kgl. Tambourcorps Elsenborn unter der Leitung von Bernard Schäfer (43), während die Bütgenbacher unter der bewährten Stabführung von Werner Wey stehen. Am Ende des Konzertes wurde unter seiner Leitung ein großes Orchester aus den Musikern aller Züge gebildet. So spielten fast 120 Musiker mit dem Marsch »Saluto Lugano« von Siegfried Rundel auf und begeisterten unter den Klängen von Trommeln, Lyren und Querflöten ihr Publikum. Zwischen den Beiträgen sorgten das Männerballett unter der Leitung von Silke Franzen und Cindy Drömmer und ein spannender Quiz von Laura Grosjean und Evelyne Wey für lustige und spannende Unterhaltung.

Hoher Leistungsstand

Eine »Leistung auf hohem Stand« bestätigte Jacky Ploumen von Verband Födekam den vier Spielmannszügen. Besonders das jüngste Konzert hob der Vorsitzende der Musikkommission lobend hervor. Der Raerener zeigte sich tief beeindruckt von dem »stetig steigenden Niveau« der Musikzüge in den letzten Jahren. Er lobte die »phantastische Jugendarbeit als Fundament«, mit der sich die Formationen auch ihrer sozialen Verantwortung in der Eifel stellen, und die »fundierte Ausbildung der Nachwuchskräfte«. Die Anschaffung der Konzertflöten sei eine wichtige Grundlage für den Erfolg der Musikzüge, »denn sie biete viel mehr Möglichkeiten als Spielmannsflöten«, machte der Födekam-Vertreter deutlich. Hierbei spiele das Elsenborner Tambourkorps eine Vorreiterrolle, es sei »eine brillante Kapazität auf dem Gebiet und die Messlatte der ostbelgischen Spielmannszüge«. Große Achtung zollte er gegenüber dem Grenz-Echo allen Mitgliedern der Musikzüge, die professionell vorbereitet in das »klangvoll arrangierte Gemeinschaftskonzert« gegangen seien.

An den gekonnten Auftritten bemerkte man die hervorragende Vorbereitung der vier Züge auf den Abend. Ein gelungener melodischer Abend, dessen Klänge man sicherlich noch lange im Ohr behalten wird. Am 18. Juli findet in Bütgenbach ein Sternmarsch von acht befreundeten Vereinen statt, die quer durch das Dorf zum Markplatz ziehen und die ganze Ortschaft in Musik versetzen.(kli)



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