Wallonie und DG erzielen Vereinbarung mit der WFG

Wirtschaftsförderung

WFG-Geschäftsführerin Nathalie Klinkenberg (WFG), Regionalminister Pierre-Yves Jeholet und DG-Ministerin Isabelle Weykmans (von links) bei der Unterzeichnung der Vereinbarung. | Foto: Kabinett Weykmans

Am Dienstag haben der wallonische Regionalminister Pierre-Yves Jeholet (MR) und DG-Ministerin Isabelle Weykmans (PFF) sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ostbelgiens (WFG) eine Vereinbarung zur Unterstützung des Unternehmertums in Ostbelgien unterzeichnet.

Diese setzt das Zusammenarbeitsabkommen zwischen der Wallonischen Region und der DG um, das bereits im Jahr 2008 eine Zusammenarbeit im Bereich der Wirtschaftsförderung vorsah. Nach zehn Jahren geben die Wallonische Region und die DG ihrer Zusammenarbeit nun eine neue Dynamik. Die WFG Ostbelgien, die durch Geschäftsführerin Nathalie Klinkenberg vertreten wurde, sei aufgrund „ihrer bisherigen qualitätsvollen Arbeit“ von nun an der bevorzugte Partner für die Umsetzung, der durch die Wallonie festgelegten Prioritäten im Bereich der Wirtschaftsförderung, für die die Wallonische Region zuständig ist, und werde jährlich 80.000 Euro über dieses Abkommen erhalten, hieß es in einer Mitteilung.

Minister Jeholet wolle der DG mehr Autonomie in diesem Bereich geben, damit Unternehmen noch besser unterstützt und begleitet werden. „Es ist auch ein Zeichen des Vertrauens, denn die Deutschsprachige Gemeinschaft wird über mehr Autonomie verfügen und somit Initiativen für Projekte ergreifen können. Diese Lösung ist kohärenter und effektiver“, wird Pierre-Yves Jeholet in dem Kommuniqué zitiert. Die Wallonie werde in einem Begleitausschuss gemeinsam mit der DG die Prioritäten für die Wirtschaftsförderung festlegen und die Umsetzung der Vereinbarung überprüfen. Die Unterschrift spiegele den Willen wider, den ostbelgischen Betrieben ein starkes Signal zu senden und sie in ihrem Wachstum zu unterstützen. Wenn man eine dynamische Wirtschaftsregion bleiben wollen, sei es wichtig, das Unternehmertum zu fördern. Die erste konkrete Umsetzung des Abkommens stehe ebenfalls bereits in den Startlöchern. Ministerin Isabelle Weykmans stellte das neue Programm „Wirtschaft macht Schule“ vor, dass ab dem Schuljahr 2018-2019 startet. Dann soll „Wirtschaft macht Schule“ – wie das erfolgreiche Programm „Kultur macht Schule“ – den Schülern Unternehmgeist und die Vielfalt des Wirtschaftsstandortes Ostbelgien näher bringen. „Dieses neue Projekt liegt mir sehr am Herzen. Wir müssen erreichen, dass kein Abiturient und kein Lehrling die Schule verlassen, ohne die wirtschaftliche Welt um sich herum zu kennen und zu wissen, wie er selbst Ostbelgien, den Lebens- und den Wirtschaftsstandort mitgestalten kann. Den jungen Menschen muss bewusst sein, dass jede Idee in Ostbelgien ihren Platz hat. Sie sind die aktiven engagierten Bürger, die Arbeitnehmer und Unternehmensnachfolger von morgen, die eigenständig, engagiert, unternehmerisch denken und handeln. Ich freue mich sehr, dass die Wallonische Region und die Deutschsprachige Gemeinschaft diese Herausforderung gemeinsam angehen“, bekräftigte Weykmans. „Bei ‚Wirtschaft macht Schule‘ arbeiten wir mit dem Studienkreis Schule-Wirtschaft sowie mit der IHK Eupen-Malmedy-St.Vith zusammen“, so Nathalie Klinkenberg von der WFG. Die Koordination liegt in den Händen der WFG, die ab dem Sommer über das neue Projekt informieren wird. (red/sc)

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