Laut Gewerkschaft bis zu 2.000 Stellen bei Proximus in Gefahr – Premier verlangt Klarheit

Telekommunikation

Bei Proximus herrscht Unruhe. | Foto: Photo News

Unruhe beim belgischen Telekommunikationskonzern Proximus: Am Dienstagabend sind Berichte aufgetaucht, wonach das Unternehmen einen massiven Stellenabbau durchführen möchte.

Die sozialistische Gewerkschaft sprach von bis zu 2.000 von insgesamt etwa 12.000 Stellen, die im Betrieb bedroht sein sollen. Das bedeutet also, jeder sechste Job wäre in Gefahr. Diese Angaben wurden von Proximus nicht dementiert. Vielmehr hieß es in einer offiziellen Stellungnahme, man arbeite unter anderem an einer „Kostenoptimalisierung“. Der Verwaltungsrat von Proximus hatte am Dienstag den Haushalt für das laufende Jahr und außerdem die Pläne für die kommenden drei Jahre gutgeheißen. Dabei sei auch eine „Kostenoptimierung“ zur Sprache gekommen, so der Konzern in einem Kommuniqué, ohne auf Details einzugehen. Am Abend schaltete sich auch Premierminister Charles Michel (MR) in die Diskussion ein. Er werde Geschäftsführerin Dominique Leroy am Mittwoch um ein Gespräch bitten. Er wolle, so fügte der Regierungschef hinzu, nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden, und zwar „weder in der Form, noch im Inhalt“ möglicher Neuigkeiten, so Michel. (belga)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte beachten Sie unsere Netiquette, wenn Sie den Artikel kommentieren möchten.