Immer noch keine Einigung bei Brussels Airlines

Sozialverhandlungen

Christina Foerster, Geschäftsführerin von Brussels Airlines, am Mittwoch im Gespräch mit Piloten. | Foto: belga

Die Sozialverhandlungen bei der Fluggesellschaft Brussels Airlines sind in der Nacht zum Donnerstag nach einem Verhandlungsmarathon von etwa 15 Stunden ergebnislos abgebrochen worden. Damit drohen im Juni weitere Arbeitsniederlegungen.

Wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete, hätten die Vertreter der Piloten das Angebot der Direktion abgelehnt. Verlangt werden höhere Löhne, mehr Freizeit, bessere Karriereaussichten und die Möglichkeit, früher in Rente zu gehen. Aus diesem Grund hatten die Piloten am Montag und am Mittwoch gestreikt. Alleine am Montag waren insgesamt rund 63.000 Passagiere von der Maßnahme betroffen.

„Es gibt ein Vertrauensbruch zwischen der Direktion und den Piloten“, zitierte Belga einen Gewerkschaftssprecher. „An der Streikandrohung wird festgehalten, aber mögliche neue Streiks wird es erst im Juni geben“, fügte er hinzu. Auf diese Weise wolle man Zeit gewinnen, um den Stillstand doch noch zu überwinden. Besonders problematisch sei allerdings, dass man sich im Zuge der Gespräche noch weiter voneinander entfernt habe, bedauerten die Arbeitnehmervertreter. So sei der neueste Vorstoß der Direktion „noch schlechter als der Vorschlag, der in der vergangenen Woche von den Piloten massenhaft abgelehnt worden war“, sagte Anita Van Hoof vom flämischen Flügel der sozialistischen Angestelltengewerkschaft. In einem solchen Moment sei es besser, die Unterredungen zu stoppen, waren sich die Gewerkschaften einig. Jetzt liege der Ball allerdings im Lager der Direktion.

Laut Einschätzung von Etienne Davignon, dem Verwaltungsratspräsidenten der Gesellschaft Brussels Airlines, gibt es noch Spielraum für eine Einigung. „Zumindest glaubt noch jeder daran“, sagte er nach Angaben des flämischen Rundfunks VRT. (belga)

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