Belgien gibt „grüne“ Staatsanleihe aus

Energie

Zuversichtlich: Johan Van Overtveldt. | Foto: belga

Wenn die Marktumstände es zulassen, wird Belgien in gut zwei Wochen erstmals eine „grüne“ Staatsanleihe herausgeben. Sie kann sowohl von institutionellen als auch von privaten Investoren gezeichnet werden und soll drei bis 5,5 Milliarden Euro einbringen. Die Laufzeit – 20 oder 25 Jahren – und der Zinssatz müssen noch festgelegt werden.

Der Erlös der Staatsanleihe wird vorrangig in saubere Verkehrsmittel investiert. Und das kann nur die Eisenbahn sein, da für fast alle anderen Mobilitätsbereiche die Regionen zuständig sind. Dem Vernehmen nach sollen 2,2 Milliarden Euro in den Schienenverkehr und die Züge der SNCB investiert werden. Darüber hinaus will die Regierung unter anderem auch 45 Millionen in die Forschung und 80 Millionen in den Ausbau der Windkraftanlagen in der Nordsee investieren.

Finanzminister Johan Van Overtveldt (N-VA) ist zuversichtlich: „Das ist ein ehrgeiziges Projekt, mit dem wir gute Ergebnisse erzielen wollen. Ich bin mir sicher, dass unser Produkt Gefallen bei grünen Investoren finden wird“, erklärte er. „Der grüne Kapitalmarkt beträgt derzeit fünf Prozent des gesamten Marktes und ist daher ausbaufähig.“ (gz/vrt)

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