Arbeitslosenquote in Ostbelgien auf tiefstem Stand seit 2009

Beschäftigung

Auch im Vergleich zum Vorjahr ist die Gesamtanzahl Arbeitsuchender weiter gesunken. Illustration: Photo News

Ende November 2017 waren in Ostbelgien 2.382 Vollarbeitslose gemeldet. Das sind 63 Personen weniger als Ende Oktober.

Die Arbeitslosenquote sinkt damit weiter – auf 7,1 Prozent. Auch im Vergleich zum Vorjahr ist die Gesamtanzahl Arbeitsuchender weiter gesunken. Insgesamt waren Ende November nach Angaben des Arbeitsamtes der Deutschsprachigen Gemeinschaft (ADG) 1.222 Männer (-37 im Vergleich zu Oktober) und 1.160 Frauen (-26 Personen) als Arbeitsuchende ohne Beschäftigung eingetragen.

„Das sind insgesamt 2,6% weniger Arbeitsuchende als im Vormonat. Seit Ende August ist die Zahl der Arbeitslosen um 17% gesunken (-485 Personen)“, hält das Arbeitsamt in seiner Analyse fest. Damit sei auch ein neuer Tiefststand der Arbeitslosenzahl in diesem Jahr erreicht worden: „In der Regel wird die niedrigste Arbeitslosenzahl eines Jahres in den Monaten Mai oder Juni erreicht, in diesem Jahr liegt die Novemberzahl jedoch noch fast 70 Einheiten niedriger als im Mai. Zugleich handelt es sich um die niedrigste Arbeitslosenzahl seit Ende 2008, als die Wirtschafts- und Finanzkrise einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit eingeleitet hat, der seinen Höhepunkt im Jahr 2014 hatte.“

Die Arbeitslosenquote im Kanton St.Vith beläuft sich den Angaben zufolge derzeit auf 3,5% und im Kanton Eupen auf 9,6%. Damit werde auch im Norden Ostbelgiens zum ersten Mal seit Mitte 2011 eine Arbeitslosenrate von unter zehn Prozent erreicht. Auch in den anderen belgischen Regionen ist die Arbeitslosigkeit im November weiter rückläufig, im Schnitt um -3,1% im Vergleich zu Oktober. Im Vergleich zum Vorjahr hält die positive Entwicklung der letzten Monate an: Ende November waren 269 Arbeitsuchende weniger gemeldet als im November 2016. Dies entspricht einem Rückgang um gut zehn Prozent.

Arbeitslosenrate im Norden Ostbelgiens erstmals seit Mitte 2011 unter zehn Prozent

In der Eifel sind im Schnitt fast 13% weniger Arbeitsuchende eingetragen, im Norden Ostbelgiens sind es 9,5% weniger. Der Rückgang erfasst quasi alle Kategorien, Altersgruppen und Ausbildungsniveaus, das heißt selbst bei den Langzeitarbeitslosen, Älteren und Niedrigqualifizierten sinkt die Arbeitslosenzahl. So liegt beispielsweise die Zahl der Personen, die zwischen zwei und fünf Jahre arbeitslos sind, um fast 16% niedriger als im November des vergangenen Jahres. Allerdings bleibt die Zahl der sehr lange Arbeitslosen (mehr als fünf Jahre) – die zumeist auch älter als 55 Jahre sind – nach wie vor sehr hoch. Auch in den anderen Regionen geht die Arbeitslosigkeit insgesamt weiter zurück, im Landesschnitt um 6,5%. Der Rückgang beläuft sich auf 7,2% in der Wallonie, 6,5% in Flandern und 4,8% in der Region Brüssel-Hauptstadt. (red)www.adg.be

  1. Niemand sollte einfach so die Unterstützung erhalten . Jeder , der Unterstützung erhält , sollte auch eine soziale Gegenleistung erbringen .

  2. naja und trotz Schulungen übers Arbeitsamt oder FOREM bekommt man so gut wie – keine Arbeitsstelle. Da werden von vielen einem auch Steine in den Weg gelegt weil der Lebenslauf vllt leicht Lückenhaft ist oder weil man in dies oder jenem mangelnde Berufserfahrung hat. Und bei gewissen Schulungen übers Amt,auch wenn bestanden, warum gibt man diesen Menschen nicht die Chance Erfahrungen in dem Bereich zu sammeln um die erlernten Kenntnisse zu festigen und anzuwenden ? Warum müssen fast alle die Arbeiter über Leihfirmen suchen – die wleche einen sofort aussortieren und eine Absage über die andere zukommen lassen nur weil man dem angeblichen gesuchten Profil nicht entspricht ?
    Und ja ich rede dabei jetzt aus massiver eigener Erfahrung. Danke.

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