Ein schlechter Start in die Saison

Schach

Illustration: dpa

Der KSK Rochade Eupen/Kelmis ist schlecht in die neue Saison gestartet. Fünf von sieben Mannschaften mussten Niederlagen hinnehmen.

Nur in der 5. Division konnten zwei Erfolge eingeheimst werden. Die meisten Niederlagen kann man als logisch ansehen, da die Gegner oftmals deutlich besser klassiert waren.

In der 1. Division war dies aber nicht der Fall. Die Gäste waren auf dem Papier leicht favorisiert.

Ab Brett fünf kamen die Rochadespieler mehr und mehr unter Druck. Die größte Hoffnung auf einen vollen Punktgewinn stellte Michael Coenen an Brett 4 dar. Die beiden Remis an den Spitzenbrettern waren bei dieser Konstellation allerdings schlechte Neuigkeiten. Insgesamt ließen beide Rochade-Großmeister den nötigen Biss vermissen, um ihre Gegner in Bedrängnis zu bringen. Auch an Brett drei endete die Partie Remis.

Allerdings ist dieses Ergebnis als positiv zu werten. Der erst 20-jährige Xianliang Xu hatte sich mit seinen Erfolgen in der zweiten Mannschaft für höhere Aufgaben beworben. Bei seinem Debüt in der höchsten Spielklasse, mit Schwarz an dem sehr hohen dritten Brett, wusste er gegen die Frauengroßmeisterin Anna Matnadze auf Anhieb zu überzeugen. Und wie sah es weiter hinten aus? Marcel Harff hatte seine Probleme gelöst und schaffte ebenfalls ein Remis. Die Ostbelgier Rudolf Meessen und Martin Ahn aber konnten auch wegen knapper Bedenkzeit das Blatt nicht mehr wenden. Trotzdem gab es bei noch zwei laufenden Partien noch eine kleine Hoffnung auf ein 4:4. Felix Klein lehnte Remis ab und spielte alles oder nichts. Nachdem sein Gegner eine Mattkombination verpasst hatte, konnte er tatsächlich den vollen Punkt einheimsen und auf 3:4 verkürzen.

Inzwischen hatte Michael Coenen allerdings eine Drohung übersehen, sodass er jetzt sogar um Remis kämpfen musste. Dies gelang, doch das Remis besiegelte die unglückliche 3,5-4,5-Auswärtsniederlage. Es war sicher mehr drin, sogar ein Mannschaftssieg, wenn Coenen gewonnen hätte, und Kapitän Ahn ein durchaus mögliches Unentschieden erzielt hätte.

Andererseits hatte Klein das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Alles in allem wäre dem Spielverlauf nach ein 4:4 das logischste Ergebnis gewesen.

Die nächste Runde findet bereits am kommenden Sonntag statt. Mit Vizemeister Amay ist ein dicker Brocken am Kehrweg zu Gast. Die Eupener müssen als klarer Außenseiter versuchen, mindestens einen Mannschaftspunkt zu ergattern. (rum)

Kommentare sind geschlossen.