Blond-Hanten und Seibt mit achtbaren Ergebnissen

Schach

Sascha Seibt (links) und Elsa Blond-Hanten kehrten mit zufriedenstellen Ergebnissen von der WM in Montevideo zurück. | Foto: Verein

Es ist schon eine Tradition, dass Jugendspieler des KSK 47 Eynatten bei Jugendschach- Weltmeisterschaften starten. Bisher nahmen Nachwuchsspieler der „Grünen“ 38 Mal an diesen Titelkämpfen teil.

Den Reigen eröffnete 1977 in Nizza Ralph Breuer. Das Durchschnittsresultat der Eynattener bei den bisherigen WM- Teilnahmen lag bei vier Punkten. Rekordhalter waren bis dato Norbert Bergmans mit 5,5 Punkten 1987 bei der WM in Graz und Nadia Kever gleichfalls mit 5,5 Punkten bei der WM 1987 in Belgrad. Die bisherig weitesten WM-Reisen unternahmen Michael Mölders 1981 nach Kapstadt , Aline Brockmans 1995 nach Rio und Elsa Blond-Hanten 2014 gleichfalls nach Kapstadt.

Nun ging die Reise für Elsa Blond-Hanten und Sascha Seibt nach Montevideo. Sascha Seibt ist Mitglied des Leistungszentrums der DG, und Elsa Blond-Hanten besucht eine Sport-Schachschule in Luxemburg. Die Mitglieder des KSK 47 Eynatten gingen mit dem Ziel ans Schachbrett, ein achtbares Ergebnis zu erreichen, das Erlebnis des Dabeiseins inmitten der Jugend-Weltschachelite zu geniessen und auch die Hauptstadt Uruguays zu erkunden.

Schachlich wurde Sascha Seibt vom Nationaltrainer IM Mher Hovannisyan und per Ferntraining (Internet) von den IMs Mathias Roeder und Mikail Fejgin betreut. Elsa Blond-Hantens Trainer vor Ort war IM Hans-Hubert Sonntag. 385 Jungen und Mädchen aus 53 Ländern maßen in den Kategorien U 14, U16 und U18 ihre Kräfte.

Die meisten Teilnehmer entsandten Argentinien (32), Uruguay (32) und die USA (28). In Uruguay ist der Schachsport Schulfach. Belgien war mit vier Spielern vertreten und Luxemburg mit drei. Die beiden Eynattener Mitglieder spielten für unterschiedliche Länder: Sascha Seibt für Belgien und Elsa Blond-Hanten für Luxemburg.

Sascha Seibt trat in der U16 Klasse-Jungen an. Der Eynattener ist international noch nicht so erfahren , sammelte aber dennoch bei einigen Turnieren in Tschechienternationale Praxis. In der ersten Runde erwischte er mit Felix Blohberger (2.35 Elo) aus Österreich einen der Favoriten,dem er nach einer langen Partie nur knapp unterlag. In den folgenden sechs Runden blieb der KSK-47-Spieler mit einem Sieg und fünf Unentschieden ungeschlagen. Seine Kontrahenten kamen aus Lettland, Argentinien (2), Brasilien, Paruguay und Südafrika. Eine tolle Serie, denn fünf seiner Gegenspieler wiesen zwischen 2.28 und 2.38 Elo Punkte auf. Diese Partien kostete dem Schachtalent sehr viel Kraft und dem sollte er Tribut zollen. So konnte er in den letzten vier Runden verständlicherweise diese Serie nicht fortsetzen. Doch ein Unentschieden gab es für das Mitglied des Leistungszentrums der DG doch noch. Mit vier Punkten erreichte der SVDB-Spieler .

Elsa Blond – Hanten trat in der Mädchen U14-Klasse an. Sie ist für ihr junges Alter international schon sehr erfahren. Sie hatte dennoch Schwierigkeiten, gut ins Turnier zu starten. Gegen Gegenspielerinnen aus Ungarn und Estland musste sie sich geschlagen geben.

In der dritten und vierten Runde gab es einen Sieg und eine Niederlage: einen Sieg gegen Lara Munzon (Argentinien) und eine Niederlage gegen Ece Ozbay (Türkei) . In der sechsten Runde verlor das Mitglied der „Grünen“ gegen die US Amerikanerin Fikirte Hunt. Es sollte die letzte Niederlage in dem Turnier für die mehrmalige belgische und luxemburgische Schach Jugend-Landesmeisterin sein. Sie ist darüber hinaus aktuelle Landesmeisterin Luxemburgs im Frauen Dreisprung. In den letzen fünf Partien gab es vier Siege und ein Unentschieden. Die Gegenspielerinnen der letzten Partien kamen aus Österreich, Litauen, Chile (2) und Surinam. Dieser tolle Endspurt schraubte die Punktezahl auf 5,5 von 11 möglichen. Somit schloss sie zu den Eynattener Rekordhaltern Norbert Bergmans und Nadia Kever auf.

Werner Paulus, Leiter des KSK 47 Eynatten, kommentierte die WM-Teilnahme s: „Elsa und Sascha haben sich mehr als achtbar geschlagen. Aus Erfahrung bilden solche WM- Turniere und dann noch in so in fernen Ländern bereichende Eindrücke fürs ganze Leben.“ (red)

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