Dopingtest während der Preisverleihung: Kontrolleure holten Pieter Serry ab

Radsport

Pieter Serry | Foto: Photo News

Zu einer beinahe schon surrealistischen Szene kam es Dienstagabend bei der Preisverleihung zum „Flandrien des Jahres“ im Kursaal in Ostende, wo sich die Crème des belgischen Radsports versammelt hatte.

Die als Sportgala aufgezogene Veranstaltung lief gerade einmal fünf Minuten, als Kommentator Karl Vannieuwkerke folgende Durchsage machte: „Das ist jetzt kein Witz. Pieter Serry wird gebeten, sich zum Ausgang zu begeben. Dort warten zwei Dopingkontrolleure auf ihn.“

Der 29-Jährige in Diensten von Quick-Step Floors kam der Aufforderung zwar zügig, aber doch unwillig nach. „Ich fühlte wie mich wie ein Verbrecher behandelt“, so Serry später.

Im Rahmen einer unangemeldeten Kontrolle waren die Kontrolleure an Serrys Wohnort aufgetaucht, hatten den Radprofi aber nicht angetroffen. Bei der Kontaktaufnahme erklärte Serry wahrheitsgemäß, dass er sich in Ostende befände. Da er die Veranstaltung nicht verlassen konnte oder wollte, begaben sich die Kontrolleure in die Küstenstadt und ließen den Radprofi wie beschrieben aus dem Saal holen.

Als „Flandrien des Jahres“ wurde übrigens Landesmeister Yves Lampaert ausgezeichnet. (belga/jph)

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