Altmeister Valverde wird Rad-Weltmeister

Radsport

Alejandro Valverde, der 14 Jahre nach Oscar Freire wieder einen Titel nach Spanien holte, ließ seinen Konkurrenten nach 258 Kilometern keine Chance. | Foto: afp

Die „alte Schule“ hat gesiegt. Der 38 Jahre alte Alejandro Valverde holte sich zum ersten Mal in seiner abwechslungsreichen Karriere den Weltmeistertitel auf der Straße. Der Spanier, der von 2009 bis 2011 wegen Dopings gesperrt war, verwies am Sonntag im Spurt einer Vierergruppe den Franzosen Romain Bardet und den Kanadier Michael Woods in Innsbruck auf die übrigen Medaillenränge.

Die vier Schnellsten hatten sich im gefürchteten bis zu 28 Prozent steilen Final-Anstieg zur Höttinger Höll von einem Spitzenfeld abgesetzt, in dem zunächst auch noch der Flame Dylan Teuns fuhr. Valverde, der 14 Jahre nach Oscar Freire wieder einen Titel nach Spanien holte, ließ seinen Konkurrenten nach 258 Kilometern keine Chance und gewann den Sprint vor der Hofburg von vorne. Bester Belgier wurde Ben Hermans auf Rang 23. Nach Angaben der Veranstalter säumten bei strahlendem Herbstwetter rund 250.000 Zuschauer den Straßenrand.

Valverde jubelte und lag sich mit seinen Teamkollegen und Betreuern in den Armen. „Ein Traum wird wahr, ich kann es immer noch nicht glauben. Es war ein sehr langer Sprint. Das ist nicht nur mein Sieg, sondern der Sieg der ganzen Nationalmannschaft. Das ist der größte Erfolg meiner Karriere“, sagte der spanische Movistar-Profi nach dem Rennen.

Lange hatte eine elfköpfige Spitzengruppe, deren Vorsprung auf fast 20 Minuten anwuchs, das Rennen bestimmt. Aber fünf Runden vor Schluss nahmen die Verfolger die Sache endlich ernst und machten mächtig Tempo. Dem fiel sogar der dreimalige Weltmeister Peter Sagan zum Opfer. Der sechsmalige Gewinner des Grünen Trikots bei der Tour de France stieg rund 64 Kilometer vor dem Ziel entkräftet aus. 42 Kilometer später war der stundenlange Ausreißversuch beendet und die heiße WM-Phase begann. (dpa/mv)

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