Wohin führt der Weg der DTM?

Motorsport

Nein, über die Zukunft der DTM wollen Mattias Ekström, Lucas Auer und Co. in diesen Tagen nicht sprechen. „Das ist kein Thema“, heißt es kurz vor dem DTM-Saisonfinale am Wochenende in Hockenheim von allen Seiten: „Die volle Konzentration gilt den letzten beiden Rennen.“

Der schwedische Audi-Pilot Ekström geht mit 21 Punkten Vorsprung ins Finale, der dritte Titel nach 2004 und 2007 scheint nur noch Formsache. Doch der Sport spielt in diesen Tagen nur eine untergeordnete Rolle. Vielmehr drängt sich die Frage auf: Wie geht es weiter für die DTM?

Der Ausstieg von Mercedes Ende 2018 ist beschlossene Sache, zudem gibt es noch immer keine Einigung über eine Verlängerung des auslaufenden TV-Vertrags mit der ARD. Gerhard Berger, Chef des DTM-Vermarkters ITR, kritisierte den öffentlich-rechten Sender jüngst sogar öffentlich. Im Interview mit dem kicker bemängelte er fehlendes Engagement und zu wenig Herzblut seitens der ARD. Auch angesichts dieser Aussagen erscheint eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mehr als fraglich. Sollten sich die DTM und die ARD tatsächlich nicht einigen können, werden verschiedene andere Sender gehandelt, die die Rechte kaufen könnten. Je länger die Gespräche dauern, desto schlechter ist die Verhandlungsbasis. Denn momentan steht die Serie ohne TV-Partner für 2018 da. Dennoch ist Berger überzeugt, dass die DTM nach der MotoGP (Motorrad-WM) den spektakulärsten Motorsport bietet und somit attraktiver als die Formel 1 ist. Und tatsächlich ging es in der DTM in diesem Jahr in den meisten Rennen eng zu. Es gab elf unterschiedliche Sieger in 16 Rennen, neben Ekström könnten sich fünf weitere Piloten an diesem Wochenende noch den Titel sichern. In Hockenheim werden die DTM-Macher zeigen, wohin sie mit ihrer Serie wollen. So werden im Rahmenprogramm ein Lexus und ein Nismo (aus der japanischen Super GT-Serie starten. (sid)

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