Usain Bolt: Im letzten Rennen verletzt am Boden

Drama

In seinem letzten Karriere-Rennen hat sich Superstar Usain Bolt als Schlussläufer der jamaikanischen 4x100-m-Staffel verletzt und nicht das Ziel erreicht. | Foto: Photo News

Ein Schrei, ein Fall – und alles war aus: Die glanzvolle Karriere des Usain Bolt endete mit einem großen Drama. 50 Meter vor dem Ziel des Staffel-Finals der WM in London ging der Megastar als Schlussläufer der Jamaikaner verletzt zu Boden.

Bolt war um 21.56 Uhr britischer Zeit schon mit Rückstand auf die letzte Teilstrecke gegangen, wollte ein letztes Wunder vollbringen. Doch schon nach wenigen Schritten brüllte der 30-Jährige vor Schmerzen auf und ging offenbar am Oberschenkel verletzt zu Boden. Nach langen Minuten humpelte er auf seine Teamkollegen gestützt und unter dem tosenden Applaus von 60.000 Zuschauern aus dem Innenraum.

„Es ist einfach passiert“, sagte Teamkollege und Staffel-Startläufer Omar McLeod, der 110-m-Weltmeister von London, mit reichlich Pathos: „Usain Bolts Name wird dennoch für immer weiter leben.“

Die ebenso frenetisch gefeierten Briten setzten sich in 37,47 Sekunden unerwartet vor den amerikanischen Favoriten um 100-m-Weltmeister Justin Gatlin (37,52) durch und holten den WM-Titel nach zwölf Jahren zurück nach Europa.

„Ich denke, Usains Verletzung ist der Kälte geschuldet, es tut mir leid für ihn“, sagte Gatlin: „Für mich ist er immer noch der beste der Welt.“

Bolt tritt damit ohne einen weiteren WM-Titel in seinen Händen zurück. Über 100 m war er nur Dritter geworden, über 200 m nicht am Start gewesen. Bolt hatte schon weit vor der WM angekündigt, nach den Titelkämpfen seine Karriere zu beenden. Er wurde in seiner Laufbahn achtmal Olympiasieger und hält seit 2009 die Weltrekorde über 100 (9,58) und 200 m (19,19). Vor fünf Jahren stellte er bei Olympia in London zudem mit Jamaika den Weltrekord (36,84) über die 4×100 m auf. (sid)

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