Mega-Fight zwischen Weltmeistern: Parker rüttelt am Box-Thron von Joshua

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Anthony Joshua (l.) und Joseph Parker (r.) | Foto: afp

Die Boxwelt schaut mit Spannung auf den Mega-Fight zwischen den Schwergewichts-Weltmeistern Anthony Joshua und Joseph Parker. Dem Gewinner winkt im Spätsommer der nächste Vereinigungskampf mit großer Börse.

Elf Monate nach seinem „Kampf für die Ewigkeit“ gegen Wladimir Klitschko wartet auf Anthony Joshua der nächste Mega-Fight – und der britische Box-Riese fühlt sich fast unverwundbar. „Klitschko hat mich gelehrt, dass es mehr als einen Menschen braucht, um mich auf meinem Weg aufzuhalten“, sagte der Schwergewichtler. Das muss der Doppel-Weltmeister im WM-Vereinigungskampf am Samstag (23.15 Uhr) in Cardiff gegen den WBO-Champion Joseph Parker beweisen.

Im Nationalstadion von Wales findet vor 78.000 Zuschauern ein Duell der Superlative statt: Zwei ungeschlagene Weltmeister kämpfen um drei WM-Gürtel und werden dafür mit rund 25 Millionen Euro Gage entlohnt. Während die letzte Pressekonferenz vor dem Showdown relativ zahm vonstattenging, waren sich beide Kontrahenten in den Monaten zuvor verbal angegangen. Joshua (28) wies zum Beispiel Gerüchte über ein mögliches Glaskinn in bester Donald-Trump-Manier als „Fake News“ zurück.

Den Fehler, den der inzwischen zurückgetretene Klitschko im April vor einem Jahr im Londoner Wembley-Stadion gegen den angeknockten Joshua beging, will Parker nicht wiederholen: „Ich würde nicht lockerlassen und so lange zuschlagen, bis ich Joshua k.o. am Boden habe.“

Promoter-Legende Don King (86) glaubt aber an einen klaren Sieg von Joshua: „Er ist der Boxer der Stunde und hat Dinge gemacht, die ich von Parker nie gesehen habe.“ Bei den Wettanbietern ist WBO-Weltmeister Parker klarer Außenseiter (1:7,5), auch wenn er in 24 Kämpfen keine einzige Niederlage und keinen einzigen Niederschlag erlebte. Am Samstag könnte es diesbezüglich zu Premieren kommen, denn der schlagstarke Joshua, IBF-Weltmeister und Superchampion der WBA, hat alle seine 20 Profikämpfe durch Knockout gewonnen.

Natürlich lässt er sich dafür fürstlich entlohnen, seine Kampfbörse soll 17 Millionen Euro betragen. Sein neuseeländischer Konkurrent dürfte auf acht Millionen Euro kommen. Und dem Gewinner winkt der nächste Zahltag: Der Amerikaner Deontay Wilder, der Anfang März in einem epischen Kampf gegen den Kubaner Luis Ortiz die WBC-Krone erfolgreich verteidigte, scharrt schon mit den Hufen. Im Spätsommer könnte der nächste Mega-Kampf steigen. (sid)

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